Seit Mai 2012 veröffentliche ich jeden Werktag einen Blogpost, macht seitdem gut 200 Beiträge. Eine Rückschau - und eine...
Wir freuen uns über Ihren Kommentar. Beiträge können von der Redaktion moderiert werden. Bitte bleiben Sie fair und halten Sie sich an unsere Nutzungsbedingungen
7 Kommentare
Ich kann dieses Gutmenschen-Geschwurbel nicht mehr hören. Zu uns kommt auch keiner aus dem Ausland und diktiert die Gehälter unserer Angestellten.

ZuDumm, dass dank der Geiz-ist-Geil-Mentalität der Firmen, die derart im Ausland produzieren lassen, nicht nur Armut, sondern sogar Tote zu beklagen sind. Sie sollten sich schämen - bin mir aber sicher, dass Ihnen dazu genau das fehlt, was Menschen von Maschinen unterscheidet.

Deutsche Politiker reisen in der Welt herum und sollen den Regierungen was über Mindestlöhne erzählen, während sie zu Hause alles unternehmen, die Einführung von Mindestlöhnen zu verhindern, Grundlagen für das Lohndumping durchpeitschen und den Sozialabbau forcieren???? Was ist das denn?! Ist echt nicht lustig; mir wird gleich schlecht!!! Wiederliches Pack, zum Teufel mit denen!!!

Diese Art Wirtschaftspolitik, Arbeitspolitik , Lohnpolitik - ist nicht in Ordnung , egal wo sie stattfindet.
Es findet global ein Wettbewerb des Unterbietens in Thema Entlohnung der arbeitenden Bevölkerung statt. Billigstentlohnung durch namhafte Firmen weit entfernt von deren Heimat? Deren
Gewinnspannen jedoch dürfen auf Kosten von menschenverachtenden , ja krankmachenden Arbeitsbedingungen in unermessliche Höhen steigen . Man rechtfertigt sich nach bekanntwerden solcher Zustände gerne indem man das Thema Wettbewerbsfähigkeit bemüht.
Warum gelten nicht europäische Gesetze und Arbeitsvorschriften - Ethik ? Warum kann eine europäische Firma diese Gesetzgebungen durch Auslagerungen ihrer Waren- Herstellungen umgehen ??
Wo bleibt die Stimme einer verantwortlichen, auch verantwortbaren ! Wirtschaftspolitik für Menschen ??

Nach diesem Bashing wäre es auch sinnvoll, eine "Positiv-Liste" der Modelable zu nennen, die menschenwürdig arbeiten (egal ob im In - oder Ausland).

Das Schlimme ist ja, dass es die großen Modelabels offenkundig genau so machen wie die Discounter (siehe "Made in Turkey"-Tags gleich mit reinnähen lassen). Der Preis des Endprodukts lässt nur das Gegenteilige vermuten. Am Ende sind nur die Gewinnmargen und Handelsspannen größer, nicht aber der Einkaufspreis. Das Grundproblem wurde hier auch gar nicht angesprochen: Das Konsumverhalten. Wer bringt noch was zur Schneiderei, wenn's ein Loch hat? Keiner, weil der mehr fürs Ausbessern verlangt, als das Kleidungsstück gekostet hat - genauso wie Fleisch ist Kleidung zur Massenware geworden. Und die Leute kaufen lieber häufiger was Neues/Billiges bei einer der Modeketten und tragen es für eine Saison, anstatt etwas Hochwertiges länger zu tragen...

Endlich mal ein halbwegs sachgerechter Beitrag zu diesem Thema. Hier gibt es wohl keine einfachen Lösungen, denn der Wettbewerb zwingt Firmen dazu immer günstiger einzukaufen, und dann landen diese Aufträge kurz oder lang eben dort, wo die Löhne am niedrigsten sind. Dass in Bangladesch die Löhne so niedrig sind, dass man davon auch nach lokalen Verhältnissen kaum menschenwürdig leben kann, ist ein Problem dass vor Ort gelöst werden muss. Zynischerweise verweist z. B. der Arbeitsminister von Bangladesch darauf, dass die Lage noch nicht so ernst wäre, da die Kunden dort noch keine Aufträge abziehen würden (http://www.atimes.com/atimes/South_Asia/NH04Df02.html). Ein zutiefst korruptes Land, in dem eine enge Verbindung von Politik und Wirtschaft besteht.
Seit Mai 2012 veröffentliche ich jeden Werktag einen Blogpost, macht seitdem gut 200 Beiträge. Eine Rückschau - und eine...
Kommentare zu: Die Modelüge - wie deutsche Firmen produzieren lassen
zum Artikel