Thyssen-Krupp: IG Metall befürchtet Abbau von 4000 Jobs

Thyssen-Krupp: IG Metall befürchtet Abbau von 4000 Jobs

, aktualisiert 11. April 2017, 16:33 Uhr
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Unsichere Zeiten für die Mitarbeiter: Der Stahlkonzern hat ein Sparprogramm angekündigt. Außerdem steht Thyssen-Krupp seit längerer Zeit mit Tata Steel wegen einer möglichen Fusion im Gespräch.

Quelle:Handelsblatt Online

Die IG Metall erwartet bei Thyssen-Krupp den Wegfall Tausender Arbeitsplätze. Vor allem Jobs in Bochum und Duisburg seien gefährdet. Arbeiter stemmen sich gegen eine mögliche Fusion mit der Stahlsparte von Tata Steel.

DüsseldorfIn der schwächelnden Stahlsparte von Thyssen-Krupp droht nach Angaben der IG Metall ein Abbau Tausender Arbeitsplätze. Es gehe bei der geplanten Restrukturierung nicht nur um 300 bis 400 Jobs in Bochum und Duisburg-Hüttenheim, sagte der Bevollmächtigte der IG Metall Duisburg-Dinslaken, Dieter Lieske, am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. „Es geht letztendlich um 4.050 Arbeitsplätze. So muss man die ganze Geschichte rechnen.“ Aus den Unterlagen des Managements gehe hervor, dass etwa 15 Prozent der rund 27.000 Jobs von Thyssen-Krupp Steel Europe gestrichen werden sollen. Ein Konzernsprecher bekräftigte, es sei derzeit noch offen, wie viele Arbeitsplätze betroffen sein werden.

Thyssen-Krupp hat angekündigt, in den nächsten drei Jahren 500 Millionen Euro einzusparen. Dies soll durch Kostensenkungen beim Personal, der Instandhaltung und Reparatur, der Logistik, dem Vertrieb und in der Verwaltung erreicht werden. Ziel sei, dass die Stahlsparte dauerhaft ihre Kapitalkosten erwirtschafte.

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„Das ist schon ein großes Rad, das gedreht werden soll“, sagte Gewerkschaftsvertreter Lieske. Die Beschäftigen seien sehr verunsichert. „Da ist große Unruhe in der Hütte.“ Die Gewerkschaft war zuvor mit Stahlbetriebsräten zusammengekommen. Die Gewerkschaft bekräftigte die Haltung der Arbeitnehmervertreter, wonach vor einer Restrukturierung erst einmal klar sein müsse, ob Thyssen-Krupp seine Stahlsparte mit Tata Steel fusionieren wird. „Wir lehnen eine Fusion strikt ab.“ Die Konzerne sprechen seit dem vergangenen Jahr über einen Zusammenschluss zum zweitgrößten europäischen Stahlkonzern nach ArcelorMittal.

Zahlreiche Beschäftigte hatten sich in den vergangenen Tagen bei mehrstündigen Info-Veranstaltungen des Betriebsrats über die Pläne des Managements informiert. Dabei kam es nach Angaben der Arbeitnehmervertreter auch zu Produktionseinschränkungen. Es seien bereits rund 20 weitere Infoveranstaltungen geplant. Zudem solle es am 3. Mai eine große Kundgebung in Duisburg geben, sagte Lieske. Dabei würden Tausende Beschäftigte erwartet. Einen Tag später soll nach Reuters-Informationen der Aufsichtsrat der Stahlsparte über die Restrukturierungspläne beraten.

Quelle:  Handelsblatt Online
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