Thyssen-Krupp: Union Invest gegen Obermann als Aufsichtsrat

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Thyssen-Krupp: Union Invest gegen Obermann als Aufsichtsrat

Quelle:Handelsblatt Online

Es regt sich Widerstand gegen die Berufung René Obermanns in den Aufsichtsrat von Thyssen-Krupp. Union Investment stellt sich vor der Hauptversammlung des Konzerns dagegen – Obermann fehle die Expertise.

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Aufsichtsratsmitglieder René Obermann und Ulrich Lehner wollen das Management von ThyssenKrupp stärker kontrollieren

Die Wahl des ehemaligen Telekomchefs René Obermann in den Aufsichtsrat des angeschlagenen Industriekonzerns Thyssen-Krupp stößt auf Widerstand. Die große deutsche Fondsgesellschaft Union Investment will am Freitag auf der Hauptversammlung dagegen stimmen. „Herr Obermann ist fachlich der falsche Mann. Thyssen Krupp braucht mehr Industrieexpertise im Aufsichtsrat“, begründet Fondsmanager Ingo Speich die Entscheidung von Union Investment gegenüber dem Handelsblatt.

Obermann war bereits im Herbst in den Aufsichtsrat eingerückt nachdem die Wissenschaftlerin und ehemalige Wirtschaftsweise Beatrice Weder di Mauro ihr Mandat niedergelegt hatte. Jetzt müssen die Aktionäre Obermanns Berufung bestätigen. Obermann war zum Jahresende bei der Deutschen Telekom ausgeschieden und leitet nun die niederländische Breitbandfirma Ziggo.

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Neben Obermann soll auf der Hauptversammlung noch über eine weitere Personalie entschieden werden: Erstmals in der Geschichte von Thyssen-Krupp soll eine Frau den Vize-Vorsitz im Aufsichtsrat übernehmen. Die Arbeitnehmervertreter hätten sich darauf verständigt, dass Sabine Maaßen von der Gewerkschaft IG Metall den Posten ausfüllen soll, wie das Handelsblatt aus Konzernkreisen erfahren hat. Sie soll im Anschluss an die Hauptversammlung des Ruhrkonzerns gewählt werden, die am Freitag in Bochum stattfindet.

Maaßen war im Dezember zur Leiterin des Justiziariats der IG Metall benannt worden. Die 47-Jährige sei neben Thyssen-Krupp bei Daimler im Kontrollgremium und habe damit ausreichend Erfahrungen für die neue Funktion, hieß es in Arbeitnehmerkreisen. Als Vize-Chefin ist die 47-Jährige nicht nur erste Vertreterin der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat. Ihr fällt auch die Rolle zu, bei Konflikten Kompromisse mit dem Management auszuarbeiten.

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Die zweifache Mutter übernimmt ihr neues Amt bei Thyssen-Krupp von Bertin Eichler, der das Amt hatte niederlegen müssen, nachdem seine Reisen in der Ersten Klasse auf Kosten von Thyssen-Krupp bekannt geworden waren. Thyssen-Krupp wie auch die IG Metall lehnten einen Kommentar zu der geplanten Personalie ab.

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Quelle:  Handelsblatt Online
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