Thyssen-Krupp: Widerstand gegen Stahlfusion – Demonstration geplant

Thyssen-Krupp: Widerstand gegen Stahlfusion – Demonstration geplant

, aktualisiert 12. September 2017, 13:48 Uhr
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Die Verhandlungen über eine mögliche Stahlfusion zwischen dem Europa-Geschäft des Essener Thyssenkrupp-Konzerns und seinem indischen Konkurrenten Tata stehen nach Auskunft des Unternehmens kurz vor dem Abschluss.

Quelle:Handelsblatt Online

Betriebsrat und IG Metall wollen gegen die Stahlfusion von Thyssenkrupp und dem indischen Konkurrenten Tata protestieren. Vor der Thyssen-Krupp-Aufsichtsratssitzung Ende September soll eine Demonstration stattfinden.

BochumMit einer Demonstration wollen Betriebsrat und IG Metall gegen eine mögliche Stahlfusion zwischen Thyssen-Krupp und dem indischen Konkurrenten Tata protestieren. Sollte die Entscheidung über eine Grundsatzeinigung bei der nächsten Sitzung des Thyssen-Krupp-Aufsichtsrats am 24. September auf der Tagesordnung stehen, rechne er mit einer geschlossenen Ablehnung durch die Arbeitnehmervertreter, sagte Thyssen-Krupp-Stahl-Betriebsratschef Günter Back am Dienstag.

Aufsichtsratschef Ulrich Lehner müsste dann von seinem doppelten Stimmrecht Gebrauch machen, um die Entscheidung im Kontrollgremium für eine mögliche Fusion durchzusetzen. Die geplante Demonstration werde am 22. September in Bochum stattfinden, sagte Back. Zu den Teilnehmerzahlen machte er keine Angaben. Die „WAZ“ hatte zuerst darüber berichtet.

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Am Vortag hatte das Unternehmen bestätigt, dass die Verhandlungen über eine mögliche Stahlfusion zwischen dem Europa-Geschäft des Essener Thyssen-Krupp-Konzerns und seinem indischen Konkurrenten Tata kurz vor dem Abschluss stehen sollen. Man sei auf der „Zielgeraden“, eine Einigung sei noch in diesem Monat möglich, hatte eine Thyssen-Krupp-Sprecherin erklärt. Eine zunächst für diesen Dienstag geplante Sitzung des Aufsichtsrats war daraufhin verschoben worden.

Betriebsratschef Back fordert dagegen eine alternative Lösung für die europäische Stahlsparte des Konzerns. Durch einen Zusammenschluss mit Tata würden nicht nur Arbeitsplätze und Standorte in Deutschland in Gefahr geraten, auch der Bestand des Gesamtkonzerns werde bedroht. „Wir merken, dass es Druck in den Belegschaften gibt“, sagte Back.

Quelle:  Handelsblatt Online
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