ThyssenKrupp: Cromme legt sein Amt als Aufsichtsratsvorsitzender nieder

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ThyssenKrupp: Cromme legt sein Amt als Aufsichtsratsvorsitzender nieder

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Der Aufsichtsratsvorsitzende der ThyssenKrupp AG, Gerhard Cromme spricht am 18. Januar in Bochum auf der Hauptversammlung zu den Aktionären. Am Freitag gab er bekannt, dass er sein Amt niederlegt.

Gerhard Cromme wirft bei ThyssenKrupp das Handtuch: Zum Monatsende legt er sein Amt als Aufsichtsratsvorsitzender des Stahlunternehmens nieder, wie am Freitag überraschend bekannt gegeben wurde.

Der in der Kritik stehende ThyssenKrupp-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme legt nach zwölf Jahren an der Spitze des Kontrollgremiums überraschend sein Amt nieder. Der 70-jährige verzichte zum 31. März auf sein Amt, teilte ThyssenKrupp am Freitag mit. Gleichzeitig habe er den ThyssenKrupp-Großaktionär Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung gebeten, seine Entsendung in das Kontrollgremium zum gleichen Zeitpunkt zu beenden.

Cromme, der auch an der Spitze des Siemens-Aufsichtsrates steht, werde ebenfalls sein Amt als stellvertretender Kuratoriumsvorsitzender und Mitglied der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung niederlegen. Er zieht sich somit komplett aus dem Unternehmen zurück. Mit diesem Schritt wolle er auch im Aufsichtsrat einen personellen Neuanfang ermöglichen, begründete Cromme den Schritt. Er wünsche dem Unternehmen, dass es aus der derzeitigen Krise gestärkt hervorgehe.

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Stiftungschef Berthold Beitz hob die "langjährige enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit" hervor. Er habe die Entscheidung Crommes "mit großem Respekt" angenommen. Beitz führt die Krupp-Stiftung, die gut 25 Prozent an dem Unternehmen mit 150.000 Mitarbeitern hält - und ohne die im Konzern nichts geht. Der Patriarch hatte Cromme in der Vergangenheit gestützt und diesen sogar zu seinem Wunschnachfolger an der Spitze der Stiftung ernannt. Beitz muss nun einen neuen Kandidaten für die Stiftung und den Aufsichtsrat suchen. Die Stiftung kann drei Vertreter direkt in den Aufsichtsrat entsenden.

Bei den Aktionären stößt Crommes Rücktritt auf Beifall. "Wir finden das richtig“, sagte der Geschäftsführer der deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), Thomas Hechtfischer. Ein Neuanfang nach den Fehlentscheidungen und Skandalen im Konzern dürfe sich nicht nur auf den Vorstand beschränken, sondern müsse auch den Aufsichtsrat einschließen. Er hoffe, dass Crommes Nachfolger als Aufsichtsratschef von außerhalb kommen werde, sagte Hechtfischer.

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