ThyssenKrupp: Europäische Stahlwerke schwächeln

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ThyssenKrupp: Europäische Stahlwerke schwächeln

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Leichter Auftrieb bei ThyssenKrupp: Der Konzern macht weiterhin Verluste, doch diese sind geringer als im Vorjahr

von Andreas Wildhagen

Auch im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres hat der Konzern keine schwarzen Zahlen geschrieben. Aber es wird insgesamt besser.

 

Es gibt einen Hoffnungsschimmer beim Essener Technologiekonzern. Bei den Stahlwerken in Übersee geht der Pfeil jetzt leicht nach oben. Zwar werden dort noch immer roten Zahlen geschrieben, aber die Verluste sind nicht ganz so hoch wie im Vorjahreszeitraum. Im Zeitraum von Oktober bis Ende Dezember 2013 betrug der operative Verlust 17 Millionen Euro, was für ThyssenKrupp-Verhältnisse fast eine rote Null ist. Im Vorjahreszeitraum betrug der Fehlbetrag noch 122 Millionen Euro. Vor allen Dingen eine höhere Auslastung in den Stahl- und Walzwerken in Übersee haben für das verbesserte Ergebnis gesorgt.

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Stahlkonzern ThyssenKrupp bekommt Übersee-Stahlwerke besser in den Griff

ThyssenKrupp kommt zum neuen Geschäftsjahr nicht aus den roten Zahlen. Abschreibungen aus dem geplanten Verkauf des Outokumpu-Anteils belasten. Einen Lichtblick gibt es bei den Werken in den USA und Brasilien.

Die Zentrale des Stahlkonzerns ThyssenKrupp in Essen. Quelle: dpa

Dennoch verbuchte der Konzern insgesamt ein Minus von 64 Millionen Euro. Doch dieser Schlag ins Kontor ist einem Sondereffekt geschuldet. ThyssenKrupp musste Teile des Edelstahlgeschäfts vom finnischen Edelstahlproduzenten Outokumpu wieder zurücknehmen. Der nordische Staatskonzern erwirtschaftete zuletzt einen Verlust in Höhe von einer Milliarde Euro, ThyssenKrupp drohte mit in den Sog der Outokumpu-Verluste hineingezogen zu werden. So entschloss man sich ein kompliziertes Geflecht zwischen Outokumpu und ThyssenKrupp, das eigentlich zur Entlastung der ThyssenKrupp-Bilanz gedacht war, wieder aufzulösen. Das kostete Geld.

Sorgen aber können einem die Zahlen auf dem europäischen Stahlmarkt bereiten, dort bestreitet ThyssenKrupp sein Brot-und Butter-Geschäft. Es gibt auf diesem Sektor einen enormen Preisdruck, so dass das Betriebsergebnis von 30 Millionen Euro auf 19 Millionen Euro wegsackte. Während ThyssenKrupp aus den Fehlern in Übersee gelernt hat, sind die sich abzeichnenden Probleme auf dem europäischen Stahlmarkt bisher ungelöst. Konzernchef Heinrich Hiesinger hat bisher noch kein Konzept vorgelegt, wie insbesondere das deutsche Stahlgeschäft neu geordnet werden kann, so dass ein erneuter Brandherd im Konzern vermieden werden kann.

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