ThyssenKrupp: Ex-Vorstandsmitglied bestreitet Preisabsprachen

ThyssenKrupp: Ex-Vorstandsmitglied bestreitet Preisabsprachen

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ThyssenKrupp soll sich an einem Schienenkartell beteiligt haben.

Ein ehemaliges Vorstandsmitglied von ThyssenKrupp soll vom Schienenkartell gewusst haben. Während des zweiten Strafprozesses streitet er seine Beteiligung nun ab.

Im zweiten Strafprozess um ein Schienenkartell hat einer der angeklagten Ex-Vorstände von ThyssenKrupp am Montag jegliche Beteiligung an illegalen Preisabsprachen bestritten. „Die Vorwürfe sind ehrabschneidend“, erklärte der 58-Jährige am zweiten Verhandlungstag vor dem Bochumer Landgericht.

Der einstige Top-Manager will erst im Mai 2011 erfahren haben, dass es Kartellabsprachen gegeben habe. Damals hatte es die ersten Durchsuchungen der Staatsanwaltschaft gegeben. Er habe später zwar die politische Verantwortung für die „Verfehlungen“ einzelner Mitarbeiter übernommen, sich aber zu keiner Zeit selbst strafbar gemacht.

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ThyssenKrupp in Zahlen

  • Umsatz

    2013/2014: 41,3 Milliarden Euro

    2012/2013: 39,8 Milliarden Euro

    Quelle: Geschäftsberichte

  • Bereinigtes Ebit

    2013/2014: 1,333 Milliarden Euro

    2012/2013: 0,517 Milliarden Euro

  • Bereinigte Ebit-Marge

    2013/2014: 3,2 Prozent

    2012/2013: 1,3 Prozent

  • Jahresüberschuss

    2013/2014: 0,195 Milliarden Euro

    2012/2013: -1,576 Milliarden Euro

  • Free Cahsflow vor Verkäufen

    2013/2014: -0,254 Milliarden Euro

    2012/2013: -0,625 Milliarden Euro

  • Dividende

    2013/2014: 0,11 Euro je Aktie

    2012/2013: 0,00 Euro je Aktie

    Vorschlag an die Hauptversammlung

  • Netto-Finanzschulden

    2013/2014: 3,488 Milliarden Euro

    2012/2013: 5,038 Milliarden Euro

  • Eigenkapital

    2013/2014: 3,199 Milliarden Euro

    2012/2013: 2,512 Milliarden Euro

Belastet wird der Ex-Vorstand allerdings von einem der mitangeklagten ehemaligen ThyssenKrupp-Geschäftsführer. „Er war genau über die Absprachen informiert“, sagte der 62-Jährige den Richtern. Von dem Vorstand sei auch der Vorschlag gekommen, Handys für die Absprachen zu nutzen, die nicht über den Stahlkonzern laufen.

Zwischenzeitliche Überlegungen, die Kartellabsprachen zu beenden, seien dagegen vom zweiten angeklagten Ex-Vorstand von ThyssenKrupp unterbunden worden.

Weitere Artikel

Den insgesamt sieben angeklagten Ex-Managern wird vorgeworfen, jahrelang Preise und Liefermengen für Schienen abgesprochen haben. Der Schaden für die Deutsche Bahn soll im dreistelligen Millionenbereich liegen.

Die Strafverfahren gegen sieben weitere Beschuldigte waren in einem ersten Prozess im Mai 2015 gegen Zahlung von insgesamt 290.000 Euro eingestellt worden.

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