Thyssenkrupp: Proteste gegen geplante Umstrukturierungen

Thyssenkrupp: Proteste gegen geplante Umstrukturierungen

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Stahlarbeiter protestieren in Duisburg gegen die Pläne von Thyssenkrupp.

Arbeitnehmer von Thyssenkrupp sind am Mittwoch gegen die geplante Fusion mit Tata Steel auf die Straße gegangen. Auch die IG Metall hatte bereits einen Abbruch der Gespräche gefordert.

Thyssenkrupp-Beschäftigte haben in Duisburg gegen die Pläne für eine Fusion der Stahlsparte mit dem Konkurrenten Tata Steel demonstriert. Auf Plakaten waren Sprüche wie "Kampf um jeden Arbeitsplatz", "Stahl ist Zukunft" und "Ist der Stahl erst kalt, wächst hier bald wieder Wald" zu lesen.

"Wir lehnen eine Fusion mit Tata ab und wollen Klarheit über die Restrukturierungspläne", sagte Stahl-Betriebsratschef Günter Back der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch. Er warf dem Vorstand eine Salamitaktik vor. Es stünden nicht hunderte, sondern mehrere tausend Jobs auf dem Spiel.

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Die IG Metall rechnete bei der Demonstration mit mehreren tausend Teilnehmern. Die Gewerkschaft hat den Vorstand aufgefordert, die Gespräche mit Tata zu beenden. Sie warnte das Management vor einem Alleingang gegen die Stimmen der Arbeitnehmervertreter in den Aufsichtsräten.

Thyssenkrupp spricht seit dem vergangenen Jahr über einen Zusammenschluss der Stahlsparte mit Tata. Gemeinsam würden sie den zweitgrößten europäischen Stahlkocher in Europa nach ArcelorMittal schmieden.

Proteste bei Thyssen-Krupp Rote Fahnen und ein schwarzer Sarg

Thyssen-Krupp plant einen Umbau seines Stahlgeschäfts. Das löst bei der Belegschaft große Ängste aus: 7500 Stahlkocher gingen heute in Duisburg gegen die Pläne von Konzernchef Heinrich Hiesinger auf die Straße.

Stahlarbeiter tragen in Duisburg  einen symbolischen Sarg auf eine Bühne. Wegen der Ankündigung eines Sparprogramms befürchten Stahlkocher Einschnitte und die Schließung des Werks Hüttenheim. Quelle: dpa

Unabhängig davon will der Konzern die Stahlsparte neu aufstellen. Thyssenkrupp will in den nächsten drei Jahren 500 Millionen Euro einsparen, auch durch einen Stellenabbau. Im Werk Duisburg Hüttenheim und Bochum sollen zwei Anlagen geschlossen werden. Der Betriebsrat befürchtet, dass über 4000 Jobs gestrichen werden. Thyssenkrupp Steel beschäftigt insgesamt rund 27.000 Mitarbeiter.

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