Thyssenkrupp: Schwache Stahlsparte belastet Ergebnis

Thyssenkrupp: Schwache Stahlsparte belastet Ergebnis

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Trotz weiter sinkender Quartalszahlen gibt sich Thyssenkrupp optimistisch.

Die niedrigen Stahlpreise haben Thyssenkrupp auch im dritten Quartal stark belastet. Der Umsatz sackte im Vergleich zum Vorjahr um 12 Prozent ab. Konzernchef Hiesinger gibt sich dennoch optimistisch.

Thyssenkrupp-Chef Heinrich Hiesinger sieht nach weiteren Gewinneinbußen Licht am Ende des Tunnels. "Wir verzeichnen jetzt erste Verbesserungen bei den Roh- und Werkstoffpreisen. Dies wird sich günstig auf die weitere Ergebnisentwicklung auswirken", sagte der Manager am Donnerstag bei der Vorlage des Quartalsberichts. Auch werde der von der Stahlkrise gebeutelte Industriekonzern seine Sparanstrengungen weiter forcieren.

Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2015/16 (per Ende September) sei der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 18 Prozent auf 441 Millionen Euro gefallen. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit 415 Millionen Euro gerechnet.

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"Wir konzentrieren uns weiter auf die Dinge, die wir selbst beeinflussen können. Und das zeigt Wirkung", betonte Hiesinger. Die bisher erzielten Einsparungen von mehr als 700 Millionen Euro lägen über den Planungen. Der Manager bekräftigte die im Mai gesenkte Prognose.

Thyssenkrupp Stahl ist nicht Hiesingers einzige Baustelle

Es wird ein heißer Herbst für Thyssenkrupp-Chef Heinrich Hiesinger. Die mächtige IG Metall macht Front gegen eine mögliche Fusion mit Tata. Nicht nur der Druck im Stahlgeschäft belastet den Essener Technologiekonzern.

Thyssenkrupp-Stahlwerk in Duisburg Quelle: dpa

Danach soll das bereinigte Ebit im Gesamtjahr bei mindestens 1,4 (Vorjahr: 1,68) Milliarden Euro liegen und der Überschuss auf dem Vorjahresniveau von zuletzt 268 Millionen Euro. Im dritten Quartal schrumpfte der Nettogewinn um ein Drittel auf 130 Millionen Euro.

In der europäischen Stahlsparte, die Hiesinger womöglich mit dem Konkurrenten Tata Steel fusionieren will, schrumpfte der operative Gewinn im Quartal auf 91 von 166 Millionen Euro. Auch das vor dem Umbau stehende Geschäft mit dem Anlagen- und U-Boot-Bau lief deutlich schlechter als vor Jahresfrist. Es fuhr noch mit 43 Millionen Euro weniger als die Hälfte des Vorjahreswertes ein. Hauptgewinntreiber waren das Geschäft mit Autoteilen und die lukrative Aufzugssparte.

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