ThyssenKrupp: Stahlmanager unter Thailands Sonne

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ThyssenKrupp: Stahlmanager unter Thailands Sonne

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Der Hauptkassierer der IG Metall, Bertin Eichler, wehrt sich gegen die Vorwürfe des Handelsblatts, er habe an von ThyssenKrupp organisierten Luxusreisen teilgenommen.

von Andreas Wildhagen

Bei ThyssenKrupp kochen weiterhin Begründungen, Rechtfertigungen und Entschuldigungen nach Luxusreisen rund um den Erdball hoch.

Für den Stellvertreter von Gerhard Cromme im Aufsichtsrat von ThyssenKrupp kam es ganz schlimm: Das „Handelsblatt“ berichtet, Bertin Eichler, IG-Metall-Vorstand der IG-Metall und Vizechef des obersten Kontrollgremiums von ThyssenKrupp habe wie auch Journalisten Luxusreisen rund um den Erdball auf Kosten von ThyssenKrupp unternommen, häufig First Claas mit Reisetickets, die pro Kopf 10 000 Euro gekostet haben. Das „Handelsblatt“ zitiert einen Arbeitnehmervertreter mit dem Satz. „Für uns war er der Gewerkschafter mit dem Hang zum Luxus“. Nach Recherchen der Wirtschafszeitung, in deren Verlag auch die WirtschaftsWoche erscheint, hatten viele Reisen „touristischen Charakter“. Für andere Arbeitnehmervertreter waren auch Ausflüge auf den Zuckerhut dabei gewesen.

Bertin Eichler wehrt sich gegen Verdächtigungen, ein Stahl-Touri zu sein, und verschickte am Mittag eine Pressemitteilung: „In den neun Jahren“ seiner Aufsichtsratstätigkeit habe er „an fünf Reisen von und für ThyssenKrupp teilgenommen“. Er zählt auf: „Zwei Reisen nach China, eine nach Thailand, eine in die USA und eine nach Kuba“. Die Begründung für solche Reisen auf Kosten eines Stahl- und Technologieunternehmens: „Es handelt sich um Wachstumsmärkte, im Wesentlichen für die weiter aufstrebenden und rentablen Geschäftsfelder Anlagenbau und Aufzüge.“

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Das Reiseprogramm sei jeweils so ausgerichtet gewesen, dass Kontakte zu „Führungskräften und Betriebsräten vor Ort vertieft werden konnten“. Aber Eichler dreht auch bei: Er werde die Differenz der Kosten der First-Flüge zur Business-Klasse zurück überweisen. Denn: „Es ist nicht alles richtig, was zulässig und üblich war“. Er werde bei der 2013 anstehenden Wahl der Arbeitnehmerseite in den Aufsichtsrat von ThyssenKrupp nicht mehr kandidieren. 

Brüder, zur Sonne zur Freiheit. Vor allem zur Sonne. Es werden ja überall Aufzüge, Zementfabriken und Rolltreppen gebraucht. Für allem die von ThyssenKrupp.

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