Trotz Sanktionen: BP und Rosneft vereinbaren Milliardendeal

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Trotz Sanktionen: BP und Rosneft vereinbaren Milliardendeal

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Rosneft-Chef Igor Sechin (rechts) besiegelt mit BP-Russland-Chef David Campbell das gemeinsame Projekt. BP und Rosneft wollen Schieferöl-Vorkommen in Russland erschließen. Präsiden Putin war bei der Zeremonie in St. Petersburg ebenfalls anwesend.

BP stört sich an Spannungen zwischen Russland und dem Westen offenbar nicht. Die Briten haben mit dem russischen Staatskonzern Rosneft einen neuen Milliardendeal vereinbart. Rosneft-Chef Setschin steht als enger Putin-Vertrauter auf der Sanktionsliste der USA.

Der britische Energiekonzern BP hat ungeachtet westlicher Sanktionen sein Engagement in Russland mit einem Milliardendeal bekräftigt. BP und der russische Staatskonzern Rosneft wollen gemeinsam Schieferöl-Vorkommen in Russland erschließen. Den Vertrag hatte am Samstag Igor Setschin unterzeichnet, der als enger Vertrauter des russischen Präsidenten Wladimir Putin von US-Wirtschaftssanktionen gegen Russland betroffen ist. Putin selbst war bei dem Vertragsabschluss auf dem Wirtschaftsforum in St. Petersburg ebenfalls anwesend. Geschäfte mit dem Unternehmen Rosneft seien von den Sanktionen nicht betroffen, hieß es von BP.

An dem gemeinsamen Projekt in der Wolga-Ural-Region wird Rosneft mit 51 und BP mit 49 Prozent beteiligt sein. BP wird der Mitteilung zufolge 300 Millionen US-Dollar (220 Mio Euro) für die Anschubfinanzierung beisteuern und sich nachträglich an den Kosten für die Erkundung der Region beteiligen. Die beiden Konzerne sind eng verbunden. Nach einem milliardenschweren Aktientausch hält BP rund 20 Prozent an dem größten börsennotierten Ölförderer der Welt.

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„Wir haben die Verantwortung, in schwierigen Zeiten an der Seite unserer Partner zu stehen“, zitierte die „Financial Times“ BP-Chef Bob Dudley, der am Wirtschaftsforum in St. Petersburg teilnahm, ebenso wie seine Kollegen Ben van Beurden von Shell und Christophe de Margerie von Total. Im Vorfeld des Forums hatte es Berichte über politischen Druck auf die Konzernbosse gegeben, dem Treffen fernzubleiben.

Die Strafmaßnahmen des Westens wegen der russischen Ukraine-Politik richten sich bisher nur gegen einzelne Politiker, Manager und Unternehmen. In den meisten Fällen wurden deren Auslandsvermögen eingefroren und Einreiseverbote verhängt. Rosneft-Chef Setschin steht nur auf der Sanktionsliste der USA, der Konzern Rosneft ist nicht betroffen.

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