
Monte CarloDer angeschlagene Autobauer Opel will trotz seiner Verkaufseinbrüche die Investitionen nicht kürzen. „Wir werden deutlich in Opels Produktpalette investieren“, bekräftigte der Chef der General-Motors -Tochter, Karl-Friedrich Stracke, am Donnerstag auf einer Branchenveranstaltung in Monte Carlo.
„Ich habe mit Interesse zur Kenntnis genommen, dass einige unserer maßgeblichen Wettbewerber Pläne haben, Produktinvestitionen zu kürzen“, sagte Stracke. So hatte etwa Fiat vergangene Woche mitgeteilt, seine Investitionen in Europa von 7,5 Milliarden Euro um 500 Millionen Euro zu reduzieren. Hintergrund sei die anhaltende Talfahrt auf dem europäischen Automarkt.
Opel leidet wie die meisten anderen Volumenhersteller unter der Absatzschwäche in Südeuropa, wo wegen der Schuldenkrise kaum neue Autos verkauft werden. Deshalb verhandelt der Konzern mit den Arbeitnehmern über weitere Einsparungen und will seine Produktionskapazitäten verringern. Das Werk in Bochum soll nach 2016 geschlossen werden, wenn das aktuelle Modell des Familien-Van Zafira ausgelaufen ist. Stracke will am 28. Juni seinen Plan bekanntgeben, wie er die chronisch defizitäre GM-Tochter in den nächsten Jahren in die Gewinne führen will.
























