TRW: ZF Friedrichshafen darf US-Autozulieferer übernehmen

TRW: ZF Friedrichshafen darf US-Autozulieferer übernehmen

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Das Logo des US-Zulieferers TRW Automotive.

Die EU-Kommission gibt grünes Licht für den Kauf des US-Autozulieferers TRW durch ZF Friedrichshafen. Allerdings ist die Zustimmung an Bedingungen geknüpft.

Die EU-Kommission hat die milliardenschwere Übernahme des US-Autozulieferers TRW durch ZF Friedrichshafen unter Auflagen genehmigt. Bedingung sei, dass die Sparte Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Fahrgestellen von TRW verkauft werde, teilten die EU-Wettbewerbshüter am Donnerstag mit. ZF habe den Verkauf dieser Sparte in Europa bereits zugesagt.

Bislang verstanden sich die Friedrichshafener vor allem auf Antriebe und Fahrwerke – aus diesem Grund muss die Fahrgestell-Sparte von TRW verkauft werden. Da TRW auch Lenkungen für Autos und Lkw im Angebot hat, hatte ZF – um etwaigen Kartellproblemen zu entgehen – seinen 50-Prozent-Anteil an der gemeinsam mit Bosch betriebenen Tochter ZF Lenksysteme komplett an die Stuttgarter abgetreten. Das neue Unternehmen firmiert jetzt als Robert Bosch Automotive Steering GmbH.

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Vor Fusion mit TRW Automotive ZF Friedrichshafen erreicht 18 Milliarden Euro Umsatz

Der Getriebe- und Fahrwerksspezialist ZF Friedrichshafen steigert seinen Umsatz 2014 um 1,2 Milliarden Euro. Die größten Herausforderungen bringen aber das kommende Jahr, dann beginnt die Eingliederung des US-Konzerns TRW.

Platz 3: ZF FriedrichshafenUmsatz 2014: 16,19 Milliarden Euro Der Zulieferer vom Bodensee lässt er derzeit richtig krachen. Für umgerechnet 9,6 Milliarden Euro übernimmt der Spezialist für Getriebe- und  Lenksysteme den amerikanischen Konkurrenten TRW-Automotive, der 2013 einen Jahresumsatz von 17,4 Milliarden Dollar erzielte. Damit strebt ZF die größte Übernahme durch ein deutsches Unternehmen seit der Finanzkrise an. TRW fertigt in erster Linie Sicherheitsprodukte wie Airbags, Gurte, Brems- oder Fahrerassistenzsysteme und ergänzt damit ZF perfekt. Das US-Unternehmen TRW soll als separater Geschäftsbereich im ZF-Konzern geführt werden. Da es keine Überschneidungen gebe, blieben alle Standorte erhalten, erklärte ZF-Chef Stefan Sommer. Die Transaktion wurde im Mai 2015 abgeschlossen. Bisher arbeiten rund 72.000 Menschen für ZF, dazu kommen weitere 65.000 von TRW. Zu den knapp 16,2 Milliarden Euro Umsatz von ZF kommen künftig noch die 14,4 Milliarden Euro von TRW hinzu – womit ZF auf einen Schlag in der Top-Liga mitspielt. Quelle: dpa

Die Nachrichtenagentur Reuters hatte unter Berufung auf mit der Sache vertrauten Personen bereits Anfang März berichtet, dass die EU-Kommission der 13,5 Milliarden Dollar schweren Übernahme zustimmen will.

Der Getriebehersteller vom Bodensee will mit Hilfe des US-Konzerns, der unter anderem Kamera- und Radarsysteme produziert, seine Marktposition als Ausrüster unter anderem von Elektroautos stärken. Zusammen kommen ZF und TRW auf rund 30 Milliarden Euro Jahresumsatz und beschäftigen etwa 138.000 Mitarbeiter weltweit. Für ZF arbeiten derzeit mehr als 71.000 Beschäftigte in 26 Ländern.

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