Uber: Umstrittener Roboterwagen-Chef gibt Führung ab

Uber: Umstrittener Roboterwagen-Chef gibt Führung ab

, aktualisiert 28. April 2017, 11:02 Uhr
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Der branchenweit führende Entwickler von Laser-Radaren, Anthony Levandowski, spielte eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung von Roboterwagen bei Google.

Quelle:Handelsblatt Online

Waymo wirft Uber vor, Technologien für ein Roboterwagen-Projekt gestohlen zu haben – und hat den Fahrdienstvermittler verklagt. Das hat nun Konsequenzen: Projekt-Chef Anthony Levandowski gibt vorerst die Führung auf.

San Francisco Der bisherige Chef des Roboterwagen-Projekts von Uber, dem die Google-Schwesterfirma Waymo in einer Klage den Diebstahl von Technologie vorwirft, geht für die Dauer des Verfahrens in die zweite Reihe. Er werde die Führung des Programms vorerst abgeben und überhaupt nicht mehr an Laser-Radaren mitarbeiten, mit denen die Autos ihre Umgebung abtasten, schrieb Anthony Levandowski in einer internen E-Mail, die den Weg in mehrere US-Medien fand. Die Uber-Mitarbeiter sollten ihn nicht mehr um Rat fragen oder in E-Mails zu dem Thema mit anschreiben.

Levandowski ist einer der Pioniere und branchenweit führenden Entwickler von Laser-Radaren. In den vergangenen Jahren spielte er eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung von Roboterwagen bei Google. Vor gut einem Jahr machte er sich jedoch selbstständig mit dem Start-up Otto, das mit der Entwicklung selbstfahrender Lastwagen beschäftigt war. Uber kaufte Otto nach wenigen Monaten für 680 Millionen Dollar.

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Die Firma Waymo, bei der inzwischen die Google-Roboterwagen entwickelt werden, wirft Levandowski vor, er habe vor seinem Abgang 14.000 Dateien mit vertraulichen Informationen heruntergeladen. Waymo versucht inzwischen, die Entwicklung selbstfahrender Autos bei Uber per einstweiliger Verfügung zu stoppen. Levandowski in den Hintergrund zu schieben, könnte ein Versuch sein, dies noch zu verhindern, nachdem der Richter in dem Fall Waymo starke Argumente bescheinigt hatte. Levandowski machte bisher von seinem Recht Gebrauch, nicht auszusagen, wenn man sich damit selbst belasten könnte.

Quelle:  Handelsblatt Online
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