Übernahme-Poker: Siemens könnte Alstom mit Signalsparte locken

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Übernahme-Poker: Siemens könnte Alstom mit Signalsparte locken

Macht Siemens doch ernst? Im Rennen um eine Übernahme von Alstom könnten die Deutschen die Signaltechnik-Sparte in den Ring werfen. Derweil startet Siemens sein Verwöhnprogramm für Aktionäre.

Im Rennen um die Energiesparte des französischen Konzerns Alstom könnte Siemens einem Bericht zufolge neben der Bahnsparte noch die Signaltechnik anbieten. Dies berichtete die französische Zeitung „Les Echos“ am Wochenende unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Noch ist aber überhaupt offen, ob Siemens im Kampf um Alstom gegen den Konkurrenten General Electric offiziell in den Ring steigt. Siemens-Chef Joe Kaeser sagte dem „Spiegel“, dass noch viele Fragen offen sind. „Und wenn die Dinge für uns überschaubar sind, entscheiden wir Ende des Monats, ob wir ein konkretes Angebot abgeben.“

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Kanzlerin Angela Merkel hatte am Wochenende verlauten lassen, sich nicht in die Gespräche über die Zukunft des französischen Industriekonzerns Alstom einmischen zu wollen. Zum Abschluss ihres Treffens mit Frankreichs Präsident Francois Hollande sagte sie am Samstag in Stralsund: "Das sind unternehmerische Entscheidungen." Gingen diese allerdings so aus, dass sich ein Vorteil daraus ergebe, werde Deutschland das positiv begleiten. Man müsse aber zunächst abwarten, ob Siemens überhaupt ein Angebot abgebe.

Die vorsichtigen Worte Merkels klingeln dennoch in den Ohren der Anleger: Die Alstom-Aktien kamen am Montag in Paris in Schwung. Mit einem Plus von drei Prozent auf 29,10 Euro führten sie die Gewinnerliste im Standardwerte-Index an.

Der Alstom-Verwaltungsrat hatte den Aktionären die bindende Offerte von GE empfohlen, die allerdings nur auf die Energiesparte bezogen ist. Die Amerikaner bieten brutto etwas mehr als 12 Milliarden Euro. Da Alstom aber noch knapp 2,5 Milliarden Euro an Barreserven besitzt, liegt der Nettowert der Offerte bei etwas unter zehn Milliarden Euro.

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Entschieden ist das Rennen aber noch nicht. So spricht sich zum Beispiel die französische Politik für eine Offerte von Siemens aus. So hatte Frankreichs Wirtschaftsminister Arnaud Montebourg das Angebot der Amerikaner immer wieder vehement abgelehnt und auf einen Siemens-Vorstoß gesetzt.

Derweil hat Siemens am Montag seinen angekündigten Aktienrückkauf begonnen. Bis Ende Oktober 2015 wolle das Unternehmen für 4 Milliarden Euro bis zu 47,8 Millionen Anteilsscheine an der Börse erwerben, wie es in München mitteilte. Konzernchef Kaeser hatte den Rückkauf im vergangenen November angekündigt. Das trieb den Aktienkurs an: Die Papiere legten um 0,7 Prozent auf 97,32 Euro zu. Die erworbenen Anteilsscheine werden nach Siemens-Angaben eingezogen, zum Teil sind sie aber auch für die Ausgabe an Mitarbeiter und Vorstände sowie für die Bedienung von Wandelanleihen und Optionsscheinen vorgesehen.

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