Übernahme-Verhandlungen: Monsanto und Bayer nähern sich an

Übernahme-Verhandlungen: Monsanto und Bayer nähern sich an

, aktualisiert 23. August 2016, 11:47 Uhr
Bild vergrößern

Bayer will Monsanto übernehmen.

Die Übernahme-Verhandlungen zwischen Bayer und Monsanto gewinnen offenbar wieder an Fahrt: Laut Insidern wird der deutsche Pharma-Konzern dem US-Riesen in den nächsten zwei Wochen ein neues Gebot vorlegen.

Ein Bericht über Fortschritte in den Fusionsgesprächen zwischen Bayer und dem US-Saatgutriesen Monsanto hat die Aktien des Leverkusener Konzerns kurzzeitig belastet. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete am Dienstag, Bayer und Monsanto hätten sich unter anderem beim Preis angenähert.

Eine Einigung sei in den nächsten zwei Wochen möglich, nachdem sich Bayer-Chef Werner Baumann und sein Monsanto-Kollege Hugh Grant in den vergangenen Wochen mehrfach getroffen hätten. Es könne aber auch noch länger dauern, die Gespräche könnten auch ganz scheitern, so der Bericht. Ein Bayer-Sprecher wollte sich dazu nicht äußern.

Anzeige

Die Bayer-Aktie gab zunächst um 1,6 Prozent nach, erholte sich aber schnell wieder und drehte ins Plus. "Es wird erwartet, dass Bayer noch etwas auf den gebotenen Preis drauflegen muss", sagte ein Händler. "Günstiger wird es nicht." Der gordische Knoten sei noch nicht durchschlagen, sagten mehrere Insider am Dienstag. Ob eine Einigung binnen zwei Wochen gelingen werde, sei fraglich.

Übernahme-Poker um Monsanto Bayer hat nur noch begrenzt Spielraum

Monsanto-Chef Hugh Grant will sein Unternehmen so teuer wie möglich verkaufen. Bayer kann sich im Übernahme-Poker zwar noch einen weiteren Zuschlag leisten. Aber keinen großen – sonst droht die Rebellion der Aktionäre.

Nervenkrieg zwischen Monsanto-Chef Hugh Grant und Bayer-Vorstandsvorsitzendem Werner Baumann. Quelle: REUTERS

Bayer ist bisher bereit, 125 Dollar je Monsanto-Aktie auf den Tisch zu legen. Das Gebot entspricht inklusive Schulden 64 Milliarden Dollar. Dem US-Konzern ist das zu wenig. Investoren in den USA setzen darauf, dass Bayer bis zu 135 Dollar bieten muss. Die Monsanto-Aktie schloss am Montag in New York mit 104,50 Dollar aber weit darunter. Die Leverkusener sind nicht zu einer weiteren Aufstockung bereit, ohne einen eingehenden Blick in die Bücher von Monsanto geworfen zu haben. Monsanto wiederum verlangt als Voraussetzung dafür ein Signal von Bayer in Form eines höheren Preises.

Monsanto hat Bayer nach Reuters-Informationen immerhin begrenzten Einblick in interne Daten gewährt. Die Hoffnung der Amerikaner, mit einem Kauf der schweizerischen Syngenta eine strategische Alternative zu einer Übernahme durch Bayer zu haben, hatten am Montag einen Rückschlag erlitten: Der US-Regierungsausschuss zur Kontrolle von Auslandsinvestitionen hatte ChemChina grünes Licht für die 43 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Syngenta gegeben. Branchenexperten gehen davon aus, dass der Chemieriese aus Peking damit nun weitgehend freie Bahn hat.

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%