Umbau bei VW-Tochter: Vier Audi-Vorstände müssen offenbar gehen

Umbau bei VW-Tochter: Vier Audi-Vorstände müssen offenbar gehen

, aktualisiert 28. Juli 2017, 15:26 Uhr
Bild vergrößern

Beim Audi Summit in Barcelona wollte Stadler einen Neuanfang einleiten – nun muss er erstmal seine Vorstandsmannschaft neu zusammenstellen.

von Markus Fasse und Martin MurphyQuelle:Handelsblatt Online

Die VW-Oberen verlieren zunehmend die Geduld mit dem Management ihrer Premium-Tochter: Bei Audi müssen wegen des Abgasskandals laut einem Bericht vier von sieben Vorständen gehen. Audi-Chef Stadler gilt als angezählt.

Umbau im Audi-Vorstand: Vier Manager des Ingolstädter Autobauers müssen offenbar gehen. Finanzvorstand Axel Strotbeck, Produktionschef Hubert Waltl, Personalvorstand Thomas Sigi und Vertriebschef Dietmar Voggenreiter seien bei einer Aufsichtsratssitzung am 26. Juli über ihre Ablösung, meldete das „Manager Magazin“ am Freitag. Nachfolger stehen dem Bericht zufolge noch nicht fest.

Bereits seit Monaten wird spekuliert, dass es bei VW-Tochter wegen des Dieselskandals und der Probleme beim Absatz personelle Konsequenzen geben wird. Hintergrund des Personalumbaus ist, dass die Muttergesellschaft in Wolfsburg mehr und mehr die Geduld mit der Führungsmannschaft von Audi verliert. Zum einen ist da der Dieselskandal, der seinen Ausgang bei der VW-Tochter Audi hat und dort über Monate hinweg nicht richtig aufgeklärt wurde.

Anzeige

PremiumKartellverdacht Der Absturz einer Ikone

Das Auto war für Deutsche mehr als ein Produkt, es war ein nationales Symbol. Lange nutzten Konzerne diese Liebe aus. Doch Dieselgate und geheime Absprachen haben das Vertrauen demoliert – und vielleicht noch viel mehr.

Absturz einer Ikone: Die Manager von VW, Daimler und Co. haben das Vertrauen der Deutschen in die wichtigste Industrie demoliert. Quelle: Laif

Ein weiterer Punkt ist die schwache wirtschaftliche Entwicklung der Premiumtochter. Gegenüber Daimler und BMW hat Audi erheblich an Boden verloren.  Die Margen stehen zusätzlich unter Druck, weil das Management die chinesischen Partner gegen sich auf gebracht hat. „Dies wird uns einige Hundert Millionen Euro kosten“, klagte eine Führungskraft.

Inzwischen sind sogar die Arbeitnehmer auf Distanz zum Audi-Management gegangen. Kürzlich beklagte der Audi-Betriebsrat, über seinen mächtigen Chef Peter Mosch, eine fehlende Produktionsstrategie des Premium-Autobauers. Er tat dies nicht hinter verschlossenen Türen, sondern vor versammelter Mannschaft auf einer Betriebsversammlung.

Für den VW-Vorstand ist die Entwicklung bei Audi ein Desaster. Die Ingolstädter Tochterfirma ist mit Porsche der größte Gewinnbringer des Gesamtkonzerns. Die Erlöse von Audi braucht VW-Chef Matthias Müller, um den Konzern fit für die Zukunft zu machen. In die Entwicklung neuer Elektroantriebe und digitaler Anwendungen wird der Konzern Milliarden investieren müssen. Ohne das Geld werde die Neuausrichtung erschwert, sagte ein Manager.

Quelle:  Handelsblatt Online
Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%