
StuttgartEin umstrittener Steuertrick dürfte bei der Hauptversammlung der Porsche Automobil Holding SE am heutigen Montag ein bestimmendes Thema sein.
Zudem will sich die Holding neu aufstellen. Bislang ist sie lediglich an zwei Unternehmen beteiligt - über eine Zwischenholding hält sie 50,1 Prozent an der Porsche AG und 50,7 Prozent der Stammaktien an VW.
In Zukunft sollen weitere Themenfelder wie erneuerbare Energien oder Immobilien hinzukommen, wie der Tagesordnung zu entnehmen ist. Vorstand und Aufsichtsrat bitten die Aktionäre darin um Zustimmung.
Die Autohersteller VW und Porsche streben den „integrierten“ Autokonzern an. Eigentlich wollten sie schon im vergangenen Jahr miteinander verschmelzen.
Dies scheiterte jedoch an Milliardenrisiken aus anhängigen Klagen von Investoren, die sich bei dem missglückten Übernahmeversuch von VW durch Porsche vor vier Jahren getäuscht fühlten. Zudem stand bisher eine hohe steuerliche Hürde im Weg, für den Fall, dass VW die Anteile der Porsche Holding vor 2014 kauft.
Zumindest dafür zeichnet sich jetzt eine - wenn auch umstrittene - Lösung ab. Das Finanzamt Stuttgart habe VW und Porsche versichert, dass eine von ihnen gewählte Konstruktion der Übernahme steuerfrei sei, berichtete die „Wirtschaftswoche“ unter Berufung auf Kreise des Finanzministeriums in Baden-Württemberg.
Im Falle einer Steuerpflicht hätte Porsche SE dafür schätzungsweise 1,5 Milliarden Euro Körperschafts-, Gewerbe- und Grunderwerbsteuer an den Fiskus zahlen müssen.





















