Umstrukturierung: EADS-Chef will Teile der Rüstungssparte abspalten

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Umstrukturierung: EADS-Chef will Teile der Rüstungssparte abspalten

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Der Vorstandsvorsitzende von EADS, Thomas Enders, steht am 14.05.2013 in Donauwörth vor dem neuen Hubschrauber-Entwicklungszentrum bei Eurocopter.

EADS-Chef Thomas Enders plant einem Bericht zufolge tiefgreifende Umwälzungen in seinem Konzern. Das Rüstungsgeschäft soll überprüft werden, Teile davon könnten abgetrennt werden.

Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS erwägt, Teile des Rüstungsgeschäfts vom Konzern abzutrennen. "Wir werden sicher sehr genau hinschauen, welches Geschäft wir weiter betreiben sollten im Hinblick auf Rentabilität und Marktperspektive und welches Geschäft möglicherweise in einem Joint Venture oder unter anderer Eigentümerschaft eine bessere Zukunft haben könnte", sagte Konzernchef Thomas Enders der "Welt".

EADS war im vergangenen Jahr am politischen Widerstand mit dem Plan gescheitert, mit dem britischen Rüstungsunternehmen BAE Systems zu fusionieren. Als Reaktion darauf hatte Enders angekündigt, die Konzernstrategie zu überprüfen. Dass er langfristig wieder Fusionspläne mit BAE Systems aus der Schublade holen wird, schloss Enders nicht aus. "Sag niemals nie - das ist doch völlig klar in der Geschäftswelt, aber erwarten Sie in absehbarer Zeit keine Initiative in dieser Richtung."

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Nach Euro-Hawk-Debakel EADS-Chef stoppt Drohnen-Finanzierung

Europas größter Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS hat wenig Verständnis für die "Euro Hawk"-Debatte. Künftig will das Unternehmen keinen eigenen Gelder mehr in die Entwicklung von Drohnen stecken.

Der Chef des Luftfahrtkonzerns EADS, Tom Enders hat scharfe Kritik an der deutschen "Euro Hawk"-Debatte geübt. Quelle: dpa

Eine völlige Aufgabe des Rüstungsgeschäfts plant EADS nach Enders Worten nicht: "Unser Verteidigungsgeschäft ist mit zwölf Milliarden Euro Umsatz das größte in Europa. Wir sind sehr gut positioniert mit den großen Luftfahrtprojekten, auch für die Neuorientierung der meisten Streitkräfte, bei denen etwa Lufttransport selbst in Zeiten von Budgetengpässen auch in Zukunft stark nachgefragt sein wird. Aber wir überlegen, ob und wie wir das Verteidigungsgeschäft stärker konsolidieren können."

Besonderen Handlungsbedarf sieht er dabei in der Marine- und Landsystemindustrie. Da sei bislang relativ wenig passiert. "Auch beim Eurofighter sehe ich eine Notwendigkeit für mehr industrielle Integration."

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