„Unmögliche Forderungen“: Autoindustrie wegen Chinas E-Quote in Aufruhr

„Unmögliche Forderungen“: Autoindustrie wegen Chinas E-Quote in Aufruhr

, aktualisiert 13. Juli 2017, 16:57 Uhr
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China plant eine Elektroauto-Quote – und bringt damit weltweit Autohersteller gegen sich auf.

Quelle:Handelsblatt Online

China plant eine Elektroauto-Quote – und bringt damit viele Autobauer weltweit gegen sich auf. Das Gesetz sieht vor, dass Hersteller künftig acht Prozent ihres Absatzes mit Elektro- und Hybridfahrzeugen machen müssen.

HamburgDie geplante Elektroauto-Quote in China bringt die Autobauer weltweit auf die Barrikaden. Die vier größten Automobilverbände aus den USA, Europa, Japan und Südkorea fordern einem Magazinbericht zufolge in einem Brief an die chinesische Regierung grundlegende Änderungen des Gesetzes sowie eine Schonfrist von bis zu drei Jahren. Die Forderungen der Zwangsregelung ab 2018 zu erfüllen, sei unmöglich, zitierte die „WirtschaftsWoche“ am Donnerstag aus dem Schreiben.

Auch die deutsche Regierung setzt sich für eine Verschiebung des Vorhabens ein. Ein von Chinas Regierung bei einem Spitzentreffen in Berlin Anfang Juni signalisiertes Entgegenkommen stand zuletzt allerdings wieder infrage. Nach dem Gesetzentwurf sollen die Hersteller ab dem kommenden Jahr über ein Punktesystem eine Absatzquote von acht Prozent mit Elektro- und Hybridfahrzeugen erfüllen. Andernfalls drohen Strafzahlungen.

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Dem Magazinbericht zufolge zeigen sich die Verbände „hoch besorgt“ über die geplanten Strafen für das Nichterfüllen der Quote, die für einige Hersteller den Rückzug vom chinesischen Markt bedeuten könne. Sie wollen demnach durchsetzen, dass die Strafen abgemildert und die Quote an die Produktion des jeweiligen Unternehmens angepasst werden, um Hersteller mit geringeren Stückzahlen zu entlasten. Eine zentrale Forderung, für die sich auch der Verband der Automobilindustrie (VDA) einsetzt, ist zudem ein Ende der Diskriminierung ausländischer Hersteller, die ihre Elektrofahrzeuge und Batterien nach China importieren. Das bevorzuge lokale Hersteller und vertrage sich nicht mit internationalen Standards einer offenen Marktwirtschaft. „China riskiert mit seiner Politik internationale Handelskonflikte“, warnen die Verbände dem Bericht zufolge.

Quelle:  Handelsblatt Online
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