Unternehmerinnenumfrage: Chefinnen halten weniger von Boni als Chefs

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Unternehmerinnenumfrage: Chefinnen halten weniger von Boni als Chefs

Unternehmerinnen setzen eher auf Weiterbildung oder Betriebskindergärten, um Mitarbeiter zu halten als auf schicke Dienstwagen oder Bonuszahlungen. Außerdem sind die Damen optimistischer als ihre männlichen Kollegen.

Unternehmerinnen setzen vor allem auf nachhaltige Instrumente, wie etwa interne Weiterbildung und Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf, um auch für Fachkräfte attraktiv zu sein. Sonderleistungen, wie Dienstwagen oder Bonuszahlungen, spielen in frauengeführten Unternehmen jedoch nur eine untergeordnete Rolle. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Verbandes deutscher Unternehmerinnen in Kooperation mit der Deutschen Bank hervor.

Dazu wurden rund 440 seiner Mitglieder befragt sowie erstmals zum Vergleich 200 männliche wie weibliche Führungsspitzen aus dem Mittelstand. So bieten 65 Prozent der Befragten interne Weiterbildung an, 56 Prozent haben Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf eingeführt. Sonderleistungen, wie Dienstwagen oder Bonuszahlungen, spielen in frauengeführten Unternehmen mit knapp 30 Prozent eine untergeordnete Rolle.

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Welche Prioritäten die Chefinnen setzen, zeigt sich auch an ihren Forderungen an die Politik: 97 Prozent der befragten Unternehmerinnen wünschen sich mehr Investitionen in die Bildung und den Ausbau der Kinderbetreuung. Eine Einführung der Frauenquote für Aufsichtsräte halten 64 Prozent für notwendig - in der mittelständischen Vergleichsgruppe sind das nur 15 Prozent.

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Quelle: dpa

Stephanie Bschorr, Präsidentin des Verbands: „Unternehmerinnen führen nicht gänzlich anderes als Entscheider aus dem Mittelstand. Es sind die Nuancen, die den kleinen, aber wesentlichen Unterschied ausmachen und von dem die Wirtschaft noch viel stärker als bisher profitieren sollte.“ Dass Frauen auch bei den Kernaufgaben im Management andere Schwerpunkte setzen, zeigt sich an weiteren Ergebnissen der Umfragen: Die Kundenbindung steht bei den Chefinnen an erster Stelle (98 Prozent) bei der Vergleichsgruppe aus dem Mittelstand landete diese Aufgabe nur auf Platz vier (88 Prozent). Dort hatte die Mitarbeiterbindung absoluten Vorrang (98 Prozent), die bei den Mitgliedern des Unternehmerinnenverbands nur auf Platz drei und damit noch hinter der strategischen Planung rangiert.

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Was die Zukunft angeht, sind die Damen der Schöpfung optimistischer als Befragten aus der Vergleichsgruppe. 51 Prozent der Unternehmerinnen sind demnach überzeugt, dass sich die Lage in ihrem Betrieb in den kommenden Monaten positiv entwickeln wird. Im übrigen Mittelstand liegt dieser Anteil bei nur 35 Prozent.

Die Mitglieder des Verbands deutscher Unternehmerinnen (VdU) erwirtschaften einen Jahresumsatz von 85 Milliarden Euro und beschäftigen 500.000 Mitarbeiter Der VdU ist der einzige Wirtschaftsverband, der branchenübergreifend die Interessen mittelständischer Unternehmerinnen aus Industrie, Handwerk, Handel und Dienstleistung vertritt.

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