US-Medien: Dreamliner könnte im April wieder starten

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US-Medien: Dreamliner könnte im April wieder starten

Am Freitag will Boeing laut US-Medien den Behörden Reparaturvorschläge unterbreiten. Trotzdem kann es noch dauern, bis der "Dreamliner" wieder in die Luft geht. Boeing und die zuständigen Behörden halten sich offiziell bedeckt.

Der Lösung für die Probleme bei seinem "Dreamliner" scheint Boeing näher zu kommen: Nach US-Medienberichten dürfte das Langstrecken-Flugzeug noch zwei Monate Zwangspause am Boden machen. Obwohl der Hersteller - nach Berichten des "Wall Street Journal" und der "New York Times" - Vorschläge erarbeitet hat, wie er die Brandgefahr bei den eingebauten Batterien minimieren will, könnte es noch zwei Monate dauern, bis die US-Luftfahrtaufseher grünes Licht geben und die Umbauten bei den 50 ausgelieferten Maschinen erledigt seien. Das schrieben beide Zeitungen in ihren Donnerstagsausgaben.
Die beiden Blätter beriefen sich bei ihren Informationen auf namentlich nicht genannte Industrie- und Behördenvertreter. Boeing und die zuständigen Behörden halten sich offiziell bedeckt. Denn noch ist die genaue Ursache der Probleme mit den Batterien unbekannt, die den „Dreamliner“ seit einem Monat zum Verbleib am Boden zwingt.

Airbus und das Boeing-Zivilgeschäft im Vergleich

  • Airbus und das Boeing-Zivilgeschäft im Vergleich

    Umsatz (in Millionen Euro):

    Airbus: 33.103
    Boeing: 27.931

    Gewinn (Ebit, in Millionen Euro):

    Airbus: 584
    Boeing: 2.699

    Beschäftigte:

    Airbus: 55.000
    Boeing: 80.000

    Angaben für 2011

  • Auftragsbestand

    Flugzeuge:

    Airbus: 4.437
    Boeing: 3.371

    Wert (in Millionen Euro, Listenpreis):

    Airbus: 495.513
    Boeing: 226.487

    Angaben für 2011

  • Bestellungen und Auslieferungen

    Bestellungen 2011:

    Airbus: 1.419
    Boeing: 805

    Bestellungen 2012 (Stand: 31. August):

    Airbus: 384
    Boeing: 666

    Auslieferungen 2011:

    Airbus: 534
    Boeing: 477

Den Zeitungen zufolge ist nun für Freitag ein Treffen zwischen Boeings Verkehrsflugzeugchef Raymond Conner und dem Vorsitzenden der US-Luftfahrtbehörde FAA, Michael Huerta, angesetzt. Laut „Wall Street Journal“ wird erwartet, dass der Airbus-Rivale einen Zehn-Punkte-Plan vorlegt. Zu den Vorschlägen zähle die Anbringung eines feuerfesten Gehäuses um die Batterien. Auch solle das Batteriedesign geändert werden. Die acht einzelnen Zellen im Innern sollten besser voneinander abgeschirmt werden, um Kurzschlüsse und einen Hitzestau zu vermeiden. Zusätzliche Entlüftungen sollten dafür sorgen, dass Rauch im Brandfall schnell nach Außen abzieht. Bis die FAA die Vorschläge geprüft und abgenickt hat, wird es allerdings dauern. Es wird davon ausgegangen, dass die Behörde besonders penibel ist. Die FAA musste sich bereits Kritik anhören, weil sie das ursprüngliche, feuergefährliche Batteriedesign genehmigt hatte. Die verbauten Lithium-Ionen-Batterien können zwar auf kleinem Raum viel Energie speichern. Doch bereits beim Einsatz der Technik in Handys oder Notebooks war es immer wieder zu Bränden gekommen.

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Sollte der Jet tatsächlich im April wieder starten können, hätten die Vorfälle die „Dreamliner“-Flotte drei Monate am Boden gehalten. Erste Fluggesellschaften hatten bereits Schadenersatz-Forderungen erhoben.Zudem scheint Boeing ein weiteres Problem zu bekommen: Weil die Produktion unvermindert weiterläuft, werde der Parkplatz auf dem Werksgelände langsam eng, hatte die „New York Times“ berichtet. Boeing selbst wollte dies nicht bestätigen. Der Hersteller hat noch rund 800 Bestellungen für den spritsparenden Langstreckenflieger in den Büchern stehen.

Im Januar war es zu einem Feuer in einem parkenden „Dreamliner“ gekommen. Nach den bisherigen Ermittlungen der US-Sicherheitsbehörde NTSB hatte es in der Batterie einen Kurzschluss gegeben. Bei einer anderen Maschine in Japan hatte eine Batterie in der Luft zu schmoren begonnen, woraufhin der Pilot notlandete. Danach verhängten die Luftfahrtaufseher weltweit ein Flugverbot und Boeing stoppte die Auslieferung neuer Maschinen des Typs.

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