US-Pharmakonzern: Abbott widerspricht Verkaufspekulationen

US-Pharmakonzern: Abbott widerspricht Verkaufspekulationen

, aktualisiert 05. Dezember 2011, 16:37 Uhr
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Abbott will nach eigenen Aussagen seine Pharmasparte nach der Aufspaltung des Konzerns nicht verkaufen.

Quelle:Handelsblatt Online

Der amerikanische Konzern Abbott Laboratories hat Gerüchte von Analysten dementiert, wonach die Pharmasparte nach der Aufspaltung des Unternehmens an einen Konkurrenten verkauft werden soll.

LondonAufspaltung ja, Spartenverkauf nein: Der amerikanische Arzneimittelkonzern Abbott Laboratories will sein vor der Abtrennung stehendes Pharmageschäft nicht an einen Rivalen verkaufen. Potenzielle Bieter würden es schwer haben, das Management vom Gegenteil zu überzeugen, sagte Konzern-Chef Miles White am Montag in London auf einer Pharma- und Biotechkonferenz.

Abbott Laboratories hatte im Oktober angekündigt, sich in zwei Unternehmen aufzuspalten. Künftig soll es eine börsennotierte Firma geben, die sich auf pharmazeutische Produkte und biotechnologische Arzneimittel konzentriert. Eine zweite, ebenfalls gelistete Gesellschaft soll sich auf Medizintechnik und Diagnostika sowie auf Ernährungsprodukte und Generika ausrichten.

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In der Branche waren nach der Ankündigung sofort Spekulationen aufgetaucht, dass der Arzneimittelbereich ein attraktives Übernahmeziel sein könnte. Die Analysten von Jefferies beispielsweise hatten als mögliche Interessenten Rivalen wie den US-Konzern Merck & Co, den Schweizer Pharmariesen Roche die deutsche Bayer und die britisch-schwedische AstraZeneca ins Spiel gebracht.

„Ist das eine oder das andere ein Übernahmekandidat? Die Antwort ist „nein'“, sagte Abbott-Chef White auf der von der „Financial Times“ organisierten Veranstaltung. Spekulationen, das Pharmageschäft könnte zum Verkauf stehen, seien „inkorrekt“. Am Ende des Aufspaltungsprozesses würden von zwei Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von jeweils 40 bis 45 Milliarden Dollar stehen. Abbott biete sie nicht zum Verkauf an.

„Da müsste jemand eine gewaltige Menge an Cash besitzen und sie müssten ein 'Ja' von einem Vorstandschef haben, was ein schwer zu bekommendes „Ja' wäre“, sagte White.

An der US-Börse lösten die Aussagen keine großen Kursbewegungen aus. Die Abbott-Aktie lag i einem festeren Gesamtmarkt leicht mit 0,9 Prozent im Plus.

Die Aktienkursentwicklung von Abbott fiel in den vergangenen Jahren eher gedämpft aus. Mit ein Grund waren Befürchtungen, der Konzern könnte zu sehr in Abhängigkeit geraten von den Verkäufen seines Top-Medikaments Humira gegen Arthritis. Das Medikament ist ein weltweiter Kassenschlager mit Jahresumsätzen von zuletzt mehr als acht Milliarden Dollar. Mit der Aufspaltung will Abbott unter anderem dafür sorgen, dass der Medizintechnikbereich an der Wall Street wieder mehr Aufmerksamkeit erfährt und nicht mehr von der Entwicklung im Pharmabereich überschattet wird.

Denn Abbotts Blockbuster, der Patienten gespritzt wird, droht künftig mehr Konkurrenz. So arbeitet der US-Rivale Pfizer an einer Tablette zur Behandlung der Krankheit, was den Patienten das unangenehme Spritzen ersparen würde. Auch könnten Generikafirmen in den Startlöchern sein, mit billigeren Kopien der Arznei auf den Markt zu drängen.

 

Quelle:  Handelsblatt Online
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