US-Pharmakonzern : Merck & Co erwirbt Rechte an Ebola-Wirkstoff

ThemaMedizin

US-Pharmakonzern : Merck & Co erwirbt Rechte an Ebola-Wirkstoff

Bild vergrößern

US-Pharmakonzern Merck & Co: Mitmischen im Kampf gegen Ebola.

Der amerikanische Pharmariese will im Kampf gegen Ebola mitmischen: Merck & Co kündigte an, von der kleinen Pharmafirma Newlink Genetics weltweite Rechte an einem experimentellen Impfstoff erwerben zu wollen.

Auch der US-Pharmariese Merck & Co bringt sich im Kampf gegen die tödliche Ebola-Seuche in Stellung. Der Konzern kündigte am Montag an, von der kleinen Pharmafirma Newlink Genetics weltweite Rechte an einem experimentellen Ebola-Impfstoff zu erwerben. Große klinische Studien zu der Substanz rVSV-EBOV könnten zu Jahresbeginn starten. Es laufen bereits Tests der US-Gesundheitsbehörden mit einer kleinen Gruppe Freiwilliger. Der Impfstoff soll vor einer Infektion mit dem gefährlichen Virus schützen. Merck & Co ist nach Pfizer der zweitgrößte amerikanische Pharmakonzern und einer der weltweit führenden Impfstoff-Hersteller.

Das ist das Ebola-Virus

  • Das Virus

    Das Ebola-Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. Es löst ein sogenanntes hämorrhagisches, das heißt mit starken Blutungen einhergehendes, Fieber aus.

  • Sterblichkeit

    Je nach Erregerstamm sterben laut Angaben der WHO 25 bis 90 Prozent der Patienten an einer Ebola-Erkrankung. Trotz intensiver Forschung ist noch kein Heilmittel auf dem Markt, Impfstoffe sind in der Testphase.

  • Der Übertragungsweg

    Seinen Ursprung hat das Virus im Tierreich. Menschen können sich über den Kontakt zu erkrankten Tieren infizieren, unter anderem Affen oder Flughunde. Von Mensch zu Mensch überträgt sich die Krankheit durch Blut und andere Körperflüssigkeiten.

  • Die Krankheit

    Die Inkubationszeit beträgt nach WHO-Angaben zwei Tage bis drei Wochen. Dann setzen Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, Schwächegefühl und Halsschmerzen ein. Später gehen Nieren- und Leberfunktion zurück, auch andere Organe werden geschädigt. Es können schwere innere Blutungen auftreten. Erst wenn die Symptome auftreten, sind Infizierte ansteckend.

  • Die Gefahrenzone

    Ebola kommt vor allem nahe des afrikanischen Regenwaldes vor. Zum ersten Mal wurde das Virus 1976 im damaligen Zaire, der heutigen Demokratischen Republik Kongo, nahe dem Ebola-Fluss nachgewiesen. Daher hat die Krankheit ihren Namen.

    Laut aktuellen Zahlen der WHO (Stand: 14. November 2014) sind seit dem aktuellen Ausbruch mehr als 14.400 Ebola-Fälle bekanntgeworden, die meisten in Liberia und Sierra Leone. Fast 5200 Menschen haben das Virus nicht überlebt.

Die Substanz rVSV-EBOV wurde ursprünglich von der kanadischen Gesundheitsbehörde entwickelt, die die Lizenz zur kommerziellen Nutzung 2010 an Newlink Genetics vergab. Merck & Co reiht sich mit der Vereinbarung in die Riege großer Pharmakonzerne ein, die angesichts der Furcht vor einer Ausbreitung der Krankheit zuletzt ihre Wirkstoffentwicklung forcierten.

Anzeige

weitere Artikel

Der britische Arzneimittelkonzern GlaxoSmithKline und der US-Konkurrent Johnson & Johnson (J&J) forschen mit Hochdruck an ähnlichen Produkten. Seit März sind an der Viruserkrankung vor allem in Westafrika mehr als 5400 Menschen gestorben. Das Ausmaß der Ebola-Epidemie ist um ein vielfaches gravierender als alle bisherigen Ausbrüche. Bislang gibt es kein Heilmittel gegen die Krankheit.

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%