Verbund AG: Stromkonzern warnt vor Gewinnrückgang

Verbund AG: Stromkonzern warnt vor Gewinnrückgang

, aktualisiert 08. März 2017, 10:04 Uhr
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Der mehrheitlich im Staatsbesitz befindliche Stromkonzern Verbund ändert seine Dividendenpolitik. Die Anteilseigner müssen künftig mit weniger Dividende rechnen.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Verbund AG hat im abgelaufenen Jahr ihren Gewinn mehr als verdoppelt. Doch für 2017 rechnet Österreichs größter Stromkonzern mit einem Ergebnisrückgang. An der Wiener Börse ist die Aktie größter Verlierer.

WienÖsterreichs größter Stromkonzern Verbund AG rechnet nach einer Gewinnverdoppelung im vergangenen Jahr mit deutlichen Einbußen 2017. „Neben einem weiterhin schwierigen Marktumfeld erwarten wir etwas geringere Strom-Großhandelspreise sowie einen Rückgang bei den Netzerlösen“, sagte Finanzvorstand Peter Kollmann am Mittwoch zur Nachrichtenagentur Reuters. Neue Sparpakete oder ein weiterer Stellenabbau seien nicht geplant.

Den operativen Gewinn (Ebitda) sieht der Konzern im laufenden Jahr auf rund 800 Millionen Euro schrumpfen, den Konzerngewinn auf rund 280 Millionen Euro sinken. An der Börse kamen die mauen Aussichten nicht gut an: Die Verbund-Aktien fielen um knapp zwei Prozent und waren damit größter Verlierer im Wiener Leitindex.

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Im vergangenen Jahr sprudelten die Gewinne dagegen noch. Dank einer über dem langjährigen Schnitt liegenden Wasserführung der Kraftwerke sowie einiger Einmaleffekte konnte der Gewinn unter dem Strich auf 424,4 (Vorjahr: 207,7) Millionen Euro mehr als verdoppelt werden. Das Unternehmen liegt damit über der eigenen im Dezember nach oben geschraubten Prognose und über den Erwartungen der Analysten. Das Ebitda stieg im vergangenen Jahr trotz gesunkener Strom-Großhandelspreise um 17,5 Prozent auf 1,0 Milliarden Euro. Bereinigt um Einmaleffekte legte der operative Gewinn um 6,6 Prozent 894,5 Millionen Euro zu.

Das Ergebnis des Konzerns hängt stark von den insgesamt 127 Wasserkraftwerken ab, die an großen Flüssen wie der Donau in Österreich und Bayern liegen. Je mehr Wasser in den Flüssen fließt, desto besser ist die Auslastung der Kraftwerke. Die Wasserführung lag laut Verbund im vergangenen Jahr um sieben Prozentpunkte über dem Vorjahresniveau. Positiv ausgewirkt hätten sich zudem Kostensenkungen sowie die Beilegung eines Streits mit der OMV-Tochter Econgas über Gaslieferungen für das Kraftwerk Mellach. Verbund konnte deshalb Rückstellungen auflösen.

Darüber hinaus einigte sich der Konzern mit der Energie Steiermark über offene Themen zur Fernwärme-Lieferung aus dem Steinkohlekraftwerk Mellach. Kollmann bezifferte die positiven Einmaleffekte mit insgesamt 79 Millionen Euro. Negativ schlugen Wertminderungen, wie etwa bei den Windparks in Rumänien in Höhe von 57 Millionen Euro durch.

Vom Gewinnsprung profitieren die Aktionäre allerdings nicht: Sie sollen eine niedrigere Dividende von 29 Cent je Aktie erhalten nach 35 Cent je Aktie für 2015. Das mehrheitlich im Staatsbesitz stehende Unternehmen hatte im Vorjahr die Dividendenpolitik geändert. Die Anteilseigner sollen künftig rund 30 Prozent des Konzerngewinnes ausgeschüttet bekommen. Davor lag die Quote bei rund 50 Prozent.

Quelle:  Handelsblatt Online
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