Verdacht auf Steuerhinterziehung: KMW-Chef Haun im Visier der Staatsanwälte

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Verdacht auf Steuerhinterziehung: KMW-Chef Haun im Visier der Staatsanwälte

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Pd-Ein Kampfpanzer Leopard 2 A7+ der Firma Krauss Maffei Wegmann (Foto vom September 2010). Der Konzern steht im Verdacht, Schmiergelder gezahlt zu haben.

Der Chef des Rüstungskonzerns Krauss-Maffei Wegmann Frank Haun ist laut Medienberichten wegen Verdacht der Steuerhinterziehung ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten.

Die Staatsanwaltschaft München ermittelt bereits gegen zwei frühere SPD-Bundestagsabgeordnete wegen des Verdachts der Beihilfe zur Steuerhinterziehung. Sie sollen bei einem Panzergeschäft mit Griechenland gut fünf Millionen Euro vom Hersteller Krauss-Maffei Wegmann (KMW) kassiert haben. KMW hätte das Beraterhonorar für die beiden Ex-Abgeordneten beim Finanzamt nicht als Betriebsausgaben angeben dürfen, weil Schmiergeld nicht von der Steuer absetzbar sei. In dem Verfahren habe es bereits Durchsuchungen gegeben, berichten die „Süddeutsche Zeitung“ sowie die Sender NDR und WDR vor wenige Tagen. Jetzt berichten die Medien, dass auch gegen Frank Haun, Chef des Rüstungskonzerns Krauss-Maffei Wegmann ermittelt werde. Er soll der Steuerhinterziehung verdächtigt werden.

Ein in Griechenland angeklagter Mitarbeiter des griechischen Verteidigungsministeriums hat bereits gestanden, auch beim Kauf der deutschen Panzerhaubitze Schmiergeld kassiert zu haben. Die Münchner Staatsanwaltschaft vermutet dem Bericht zufolge, dass ein Teil des Beraterhonorars der beiden Sozialdemokraten als Schmiergeld in Griechenland gelandet ist. Die Beteiligten äußerten sich nicht zu den Ermittlungen.

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KMW ließ in einer im Januar veröffentlichen Pressemitteilung wissen: "Im Zuge von Ermittlungen wegen eines Korruptionsskandals im griechischen Verteidigungsministerium hat ein 2002 ausgeschiedener Beamter des Ministeriums nach seiner Verhaftung behauptet, durch Dritte zugunsten von Krauss-Maffei Wegmann (KMW) bestochen worden zu sein. KMW hat weder Bestechungsgelder gezahlt noch zahlen lassen und verpflichtet stets alle Mitarbeiter und Geschäftspartner, sich strikt rechtmäßig zu verhalten. Die Aussagen des verhafteten griechischen Beamten betreffen den Zeitraum von 1996 bis 2002 und reichen damit bis in die Geschäftstätigkeit der Vorgängerunternehmen von KMW zurück. KMW besteht seit dem 01. Januar 1999. Sofort nach den Presseveröffentlichungen der griechischen Vernehmungsprotokolle hat KMW externe, vom Unternehmen unabhängige Experten mit der Untersuchung der Aussagen beauftragt."

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Für Krauss-Maffei Wegmann können die Ermittlungen weitreichende Folgen haben. Gibt es Anhaltspunkte dafür, dass ein Waffenhersteller und seine Führungskräfte die Gesetze nicht einhalten, kann die Genehmigung von Exportanträgen ausgesetzt werden. Dies sei, so das Wirtschaftsministerium in früheren Fällen bereits vorgekommen.

KMW zählt zu den weltweit größten Waffenherstellern. Das deutsche Unternehmen mit Sitz in München und Kassel machte 2012 rund 95 Prozent seiner Gewinne in der Rüstungsindustrie und setzt damit mehr als eine Milliarde Euro um. Gemeinsam mit Rheinmetall baut Krauss-Maffei Wegmann unter anderem den Leopard 2-Panzer.

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