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Verkauf von Edelstahlsparte: Thyssen-Krupp verlangt Zugeständnisse

von Martin Murphy Quelle: Handelsblatt Online

Der finnische Konzern Outokumpu will das Edelstahlgeschäft von Thyssen-Krupp kaufen. Doch das deutsche Unternehmen verlangt von dem Partner einige Zugeständnisse. Die erste Verhandlungsrunde verlief erfolglos.

Die Zentrale von Thyssen-Krupp in Essen: Über die Edelstahlsparte soll weiter verhandelt werden. Quelle: AFP
Die Zentrale von Thyssen-Krupp in Essen: Über die Edelstahlsparte soll weiter verhandelt werden. Quelle: AFP

DüsseldorfVertreter von Thyssen-Krupp und Outokumpu wollen am Montag die Gespräche über einen Verkauf des Edelstahlgeschäfts wieder aufnehmen. Beide Seiten würden sich in dem neuen Anlauf um einen Kompromiss bemühen, erfuhr das Handelsblatt aus dem Umfeld der Verhandlungen. Ohne Zugeständnisse werde Outokumpu den in der Firma Inoxum zusammengefassten Edelstahlbereich von Thyssen-Krupp nicht erwerben können. In der Nacht zum Samstag war eine erste Verhandlungsrunde ergebnislos abgebrochen worden.

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Das finnische Unternehmen müsse den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen sowie die deutschen Standorte garantieren, hieß es in den Kreisen. Aber auch die Arbeitnehmerseite von Thyssen-Krupp werde dem Käufer entgegenkommen müssen. Entweder in Krefeld oder Bochum müsste die eigentliche Produktion von Edelstahl eingestellt werden. Für diese sogenannte flüssige Phase sind große Mengen Strom nötig; der ist in Finnland deutlich günstiger als in Deutschland. Damit gehen knapp 500 Arbeitsplätze verloren.

Der Vorstand von Thyssen-Krupp will sich von Inoxum trennen, um die Schuldenlast des Konzerns zu verringern. Laut Verhandlungskreisen bewertet Outokumpu das Edelstahlgeschäft von Thyssen-Krupp mit zwei bis 2,5 Millairden Euro und damit höher als von Analysten erwartet. Allerdings soll nur ein Teil der Summe in bar fließen. Der Ruhrkonzern wird zudem mit mindestens 25 Prozent an Outokumpu/Inoxum beteiligt sein und einen Teil seiner Schulden auf das neue Unternehmen übertragen.

Einigen sich die Vertreter der Unternehmen und der Arbeitnehmerseite auf einen Kompromiss, dann soll am Dienstag der Aufsichtsrat von Thyssen-Krupp auf einer außerordentlichen Sitzung über den Verkauf entscheiden. Die Konzerne lehnten einen Kommentar zu dem Verkauf ab.

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