Verschärfter Sparkurs: Osram streicht noch mehr Arbeitsplätze

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Das rapide zusammenbrechende Geschäft mit traditionellen Leuchtmitteln macht Osram schwer zu schaffen.

von Matthias Kamp

Morgen legt Osram-Chef Wolfgang Dehen die Bilanz des vergangenen Quartals vor. Doch schon jetzt ist klar: Das Unternehmen muss noch mehr Stellen streichen als geplant.

Mit neuen Sparmaßnahmen will Wolfgang Dehen, Vorstandsvorsitzender des Münchner Leuchtmittelherstellers Osram, auf die stärkeren Einbrüche reagieren - vor allem im Geschäft mit traditionellen Leuchtmitteln für die Allgemeinbeleuchtung. Dazu gehören unter anderem Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen. Zwischen Oktober und März hatten die Rückgänge in diesem Segment im hohen einstelligen Prozentbereich gelegen; zwischen April und Juni dieses Jahres - dem dritten Quartal des Osram-Geschäftsjahres - war der Einbruch schon zweistellig.

Darum will Dehen im traditionellen Lichtgeschäft die Kapazitäten stärker als bisher geplant zurückfahren. „Mehrere Tausend Arbeitsplätze“, heißt es im Umfeld des Konzerns, sollen im Zuge des neuen Sparplans wegfallen. Dehen möchte damit einen niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag einsparen, heißt es. Betroffen sein dürften vor allem die Standorte Augsburg und Berlin. Das neue Sparprogramm läuft bei Osram unter dem Titel „Push II“ und ist für die Jahre 2015 bis 2017 angelegt.

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Globaler Umsatz mit Leuchtmitteln 2011 und 2020

  • Led

    2011: 9 Milliarden Euro

    2020: 64 Milliarden Euro

    Quelle: McKinsey

  • Energiesparlampe

    2011: 39 Milliarden Euro

    2020: 27 Milliarden Euro

  • Traditionelle Glühlampe

    2011: 11 Milliarden Euro

    2020: 25 Milliarden Euro

Der erste Teil des Programms wird Ende dieses Jahres abgeschlossen sein. Hier sind Einsparungen von insgesamt 1,2 Milliarden Euro und der Abbau von 8700 Arbeitsplätzen vorgesehen - davon 1450 in Deutschland. Anfang Juni war Technikvorstand Peter Laier zurückgetreten, weil es Streit um das Tempo beim Umbau des Unternehmens gegeben hatte. Laier befürwortete eine langsamere Gangart. Osram setzt für die Zukunft vor allem auf das Geschäft mit LED-Leuchten und investiert in diesem Segment hohe Summen in die Forschung und Entwicklung.

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