Versorger: Eon kann HSE-Anteile an Kommune verkaufen

14. Februar 2012, aktualisiert 14. Februar 2012, 14:47 Uhr
Ein Logo des Stromkonzerns Eon vor einem Schaltwerk in Kochel. Quelle: dapdBild vergrößern
Ein Logo des Stromkonzerns Eon vor einem Schaltwerk in Kochel. Quelle: dapd
Quelle: Handelsblatt Online

Der klamme Energiekonzern Eon kann seine HSE-Anteile nach langwierigen Verhandlungen endlich an die Stadt Darmstadt verkaufen. HSE ist nicht der erste Versorger, den der Konzern abstößt, und wird nicht der letzte sein.

DüsseldorfDer größte deutsche Versorger Eon kann mit einem weiteren Beteiligungsverkauf die klamme Konzernkasse füllen. Die Stadt Darmstadt teilte am Dienstag mit, von Eon 40 Prozent der Anteile an dem hessischen Versorger HSE übernehmen zu wollen. Dem bereits seit zwei Jahren geplanten Aktienrückkauf habe der Verwaltungsrat der städtischen Beteiligungsgesellschaft HEAG zugestimmt. Der Aufsichtsrat von Eon Ruhrgas müsse noch grünes Licht für die Transaktion geben.

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Zum Preis wollten sich weder die HEAG noch Eon äußern. „Ein Kaufvertrag wurde noch nicht unterzeichnet“, sagte ein Eon-Sprecher. Der Hessische Rundfunk berichtete, der Preis für das Paket werde auf einen Wert zwischen 250 und 350 Millionen Euro geschätzt. Darmstadt hält bereits 53 Prozent an dem Versorger. Die übrigen sieben Prozent gehören Landkreisen. HSE beschäftigt rund 2500 Mitarbeiter und erzielt einen Jahresumsatz von über zwei Milliarden Euro.

Eon hat in den vergangenen Jahren eine ganze Reihe kommunaler Versorger abgestoßen, darunter die Stadtwerketochter Thüga. Der durch den Atomausstieg und das schwächelnde Gasgeschäft unter Druck stehende Konzern will sich bis Ende 2013 von weiteren Beteiligungen im Wert von mehreren Milliarden Euro trennen. Dazu gehört auch die Ferngasnetztochter Open Grid Europe, deren Verkauf nach Analystenschätzungen bis zu drei Milliarden Euro einbringen könnte. An den Netzen hatte der französische Energieriese GDF Suez Interesse angemeldet.

Aus Bankenkreisen war am Montag verlautet, dass insgesamt noch vier Konsortien im Rennen seien, darunter eines um den Versicherungskonzern Allianz. Ein Bündnis um RREEF Infrastructure habe sich zurückgezogen. Nach der Prüfung der Bücher würden im Mai verbindliche Angebote erwartet.

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