Voith: Anlegenbauer bringt Konzernumbau mit Verlust hinter sich

Voith: Anlegenbauer bringt Konzernumbau mit Verlust hinter sich

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Der Anlagenbauer Voith hat nach einem Verlust für das laufende Geschäftsjahr wieder schwarze Zahlen in Aussicht gestellt.

Der tiefe Konzernumbau hat den Anlagen- und Maschinenbauer Voith im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr ins Minus gedrückt. In Zukunft soll es wieder besser laufen

Der Anlagenbauer Voith hat nach einem Verlust für das laufende Geschäftsjahr wieder schwarze Zahlen in Aussicht gestellt. Mit dem Wegfall der Kosten für den Konzernumbau plane Voith 2015/16 einen deutlich positiven Jahresüberschuss ein, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Umsatz und Auftragseingang sollen stabil bleiben, vorausgesetzt die für das Familienunternehmen wichtigen Märkte China und Brasilien entwickeln sich nicht noch schwächer als erwartet. Voith hat rund tausend Stellen im wenig profitablen Papiermaschinenbau und Hunderte von Jobs in der Verwaltung gestrichen. Zudem steht die Industriedienstleistungssparte mit rund 18.000 Mitarbeitern zum Verkauf, der Insidern zufolge noch in diesem Jahr mit einem Erlös von rund 350 Millionen Euro abgeschlossen werden könnte.

Die Restrukturierungskosten beliefen sich im per September abgeschlossenen Geschäftsjahr 2014/15 auf 231 Millionen Euro. Unter dem Strich fiel deshalb wie erwartet ein Verlust an, der sich auf 93 Millionen Euro summierte. Das operative Ergebnis ohne die Industriedienstleistungen legte dagegen um 15 Prozent auf 270 Millionen Euro zu bei einem bereinigten Umsatzplus von drei Prozent auf 4,3 Milliarden Euro. Durch Verkauf und Personalabbau halbiert sich die Anzahl der Mitarbeiter auf 20.000, während gut eine Milliarde Umsatz der Industriedienste wegfällt.

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Anlagenbauer Vier Finanzinvestoren buhlen um Voith-Sparte

Voith sucht einen Käufer für seine Industrieservice-Sparte. Dem Vernehmen nach wollen vier Investoren ein Gebot abgeben – der Zuschlag könnte noch in diesem Jahr erfolgen.

Voith-Produktion: Der Zuschlag für die Industrieservice-Sparte könnte noch 2015 erfolgen. Quelle: dpa

Voith will sich künftig auf die Digitalisierung von Maschinen und Anlagen konzentrieren . Um das Geschäft mit vernetzter Produktion schafft der Kuka -Großaktionär eine neue Sparte namens Digital Solutions, die mit 600 Mitarbeitern und 250 Millionen Euro Umsatz an den Start geht. Sie sollen neue Geschäftsmodelle für die bestehenden Kundenmärkte in den Branchen Automobil-, Schiff- und Schienenfahrzeugbau, Stahl, Chemie und Energieerzeugung entwickeln sowie neue Märkte erobern. "Wir wollen ein Unternehmen werden, das den digitalen Wandel in unseren Industrien maßgeblich mitgestaltet", erklärte Voith-Chef Hubert Lienhard. "Voith nimmt wieder Fahrt auf."

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