Voith: Im Volldampf von Rekord zu Rekord

Voith: Im Volldampf von Rekord zu Rekord

, aktualisiert 13. Dezember 2011, 15:45 Uhr
Bild vergrößern

Mitarbeiter des Maschinenbaukonzerns Voith bearbeiten ein Turbinenlaufrad von über fünf Meter Durchmesser.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Maschinen- und Anlagenbauer Voith eilt von Rekord zu Rekord und will sich auch von der weltweit schwächelnden Konjunktur nicht aus dem Tritt bringen lassen.

StuttgartMit prall gefüllten Orderbüchern für Papiermaschinen, Wasserkraftwerke und Industrie-Dienstleistungen will der schwäbische Familienkonzerns auch im gerade begonnenen Geschäftsjahr 2011/12 (30. September) Bestmarken bei Umsatz und Gewinn erzielen.

„Nach dem außerordentlich guten Jahr 2011 sind wir für dieses Jahr bereits voll ausgelastet“, sagte Voith-Chef Hubert Lienhard am Dienstag in Stuttgart. „Auch wenn die Weltwirtschaft langsamer wächst als zuletzt - wir sehen noch nirgendwo ein wirkliches Problem.“ Voith habe keine Schulden und brauche auch den Kapitalmarkt nicht anzuzapfen. Nach der Atomkatastrophe in Japan gehe weltweit kein Weg an der Kohlendioxid-freien Stromerzeugung aus Wasserkraft sowie Pumpspeicher-Kraftwerken als Strom-Puffern vorbei. Voith zählt hier gemeinsam mit Siemens zu den großen Anbietern, im ernergiehungrigen Südamerika brummt der Markt. Das seit Jahren verfolgte Geschäft mit Gezeiten- und Meeres-Kraftwerken verläuft hingegen schleppend. Als Familienunternehmen habe Voith aber einen langen Atem, sagte Lienhard.

Anzeige

Der 1867 in Heidenheim gegründete Konzern ist mit knapp 40.000 Beschäftigten eines der größten Familienunternehmen in Europa. Im Geschäftsjahr 2010/11 kletterte der Umsatz um acht Prozent auf den Rekordwert von 5,6 Milliarden Euro. Der Auftragseingang legte angetrieben von guter Nachfrage in allen Geschäftsbereichen um ein Fünftel auf die Bestmarke von 6,4 Milliarden Euro zu. „Wir leben nicht von der Substanz“, sagte Voith-Chef Lienhard.


Schwaben verdienen so viel wie nie

Der Ordereingang liege in allen Sparten über den Erlösen, daher werde auch die Belegschaft weiter verstärkt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr verdienten die Schwaben so viel wie nie: Mit 322 Millionen Euro erwirtschaftete Voith einen 38 Prozent höheren Gewinn vor Steuern als im Vorjahr. Nach Steuern blieben mit 200 Millionen Euro sogar zwei Drittel mehr in der Kasse als in der Finanzperiode 2009/10. Damals hatten Kursverluste beim Karbon-Hersteller SGL, an dem Voith gut neun Prozent hält, das Ergebnis belastet. Inzwischen macht die 2007 eingegangene Beteiligung an dem Wiesbadener Konzern Voith wieder Freude, da sich die Autobauer BMW und VW im Rennen um leichtere Fahrzeuge um SGL balgen. Voith will langfristig bei SGL investiert bleiben und sich das Know-how sichern - beispielsweise für leichtere Walzen in Papiermaschinen. Verabschiedet hat sich Voith hingegen vom Zeitarbeitsgeschäft.

 Obwohl die konjunkturellen Aussichten unsicher seien, werde Voith bei den Erlösen und dem Gewinn weiter zulegen, sagte Konzernchef Lienhard voraus. Das ungewöhnlich hohe Auftragsvolumen werde sich zwar nicht fortsetzen, Voith sei aber finanziell „kerngesund“ und bediene Mega-Märkte. Allein der weltweite Papiermarkt wachse jährlich um drei Prozent, vor allem in China gebe es großen Nachholbedarf bei Papierverpackungen.

 

Quelle:  Handelsblatt Online
Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%