Volkswagen : VW-Konzern verkauft im April weniger Autos

Volkswagen : VW-Konzern verkauft im April weniger Autos

, aktualisiert 12. Mai 2017, 12:25 Uhr
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Unter den einzelnen Marken gingen die Auslieferungen der Kernmarke VW mit Modellen wie Golf und Passat zurück.

Quelle:Handelsblatt Online

Im Vergleich zum Vormonat hat VW im April weniger Autos verkauft. Grund dafür sei die geringere Auslieferungszahlen nach Europa. Unterdessen hat der Konzern die letzten Freigaben zur Diesel-Umrüstung erhalten.

WolfsburgDer Autokonzern Volkswagen hat im April etwas weniger Autos verkauft. Die weltweiten Auslieferungen gaben im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,4 Prozent auf rund 841.000 Fahrzeuge nach, wie VW am Freitag in Wolfsburg mitteilte. Grund für den Rückgang waren vor allem geringere Auslieferungszahlen in Europa, Konzern-Vertriebschef Fred Kappler verwies auf den Einfluss der späten Ostertage. Steigende Verkaufszahlen gab es dagegen in Zentral- und Osteuropa, Südamerika und China. In den ersten vier Monaten des Jahres gab es im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen leichten Rückgang um 0,7 Prozent auf rund 3,3 Millionen Fahrzeuge

Während der Absatz in den ersten vier Monaten in Europa (plus 2,8 Prozent), Nordamerika (plus 3,3), Südamerika (plus 8,1) sowie Zentral- und Osteuropa (plus 12,0) deutlich zulegte, musste Volkswagen auf dem wichtigen chinesischen Markt mit einem Rückgang um 4,8 Prozent auf knapp 1,2 Millionen Fahrzeuge Federn lassen. Im April allerdings verkaufte Volkswagen mit knapp 300.000 Fahrzeugen 1,5 Prozent mehr Autos als im Vorjahresmonat im Reich der Mitte, in Europa gab es einen Rückgang um 1,6 Prozent auf rund 369 000 Fahrzeuge.

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Unter den einzelnen Marken gaben die Auslieferungen der Kernmarke VW mit Modellen wie Golf und Passat im April um 1,8 Prozent auf 468.000 Autos nach – die Tochter Seat legte dagegen um 16 Prozent auf gut 41.000 Autos zu. Einen Rückgang um 5 Prozent auf rund 156.000 Autos musste Audi hinnehmen.

Unterdessen hat Volkswagen EU-weit alle notwendigen Freigaben zur millionenfachen Umrüstung der manipulierten Diesel-Fahrzeuge erhalten. Alle Genehmigungen der zuständigen Regulierungsbehörden zur Umrüstung der Autos mit dem Motorentyp EA189 lägen vor, teilte der Konzern am Freitag in Wolfsburg mit. Das gelte auch für die betroffenen Skoda-Fahrzeuge. Für die Typgenehmigung der Fahrzeuge der Marke Skoda sei eine britische Behörde zuständig, für Audi und Volkswagen das deutsche Kraftfahrt-Bundesamt und für Seat eine spanische Behörde, erklärte ein VW-Sprecher.

VW hatte im September 2015 zugegeben, in großem Stil bei Abgastests von Diesel-Fahrzeugen getrickst zu haben. Die Manipulationen stürzten VW in eine tiefe Krise, der Konzern hat für die Kosten des Dieselskandals insgesamt bereits 22,6 Milliarden Euro verbucht.

Allein in Deutschland sind etwa 2,6 Millionen Fahrzeuge von den Abgasmanipulationen bei VW betroffen und müssen in die Werkstätten. Europaweit sind es 8,5 Millionen Wagen. Bei der Marke Skoda geht es den Angaben zufolge um rund 800.000 Autos, für deren Umrüstung bislang noch die Freigabe fehlte. Insgesamt sind bei Skoda 1,2 Millionen Autos betroffen.

Den Start der gesamten Rückrufserie hatte Ende Januar 2016 das Pick-up-Modell Amarok gemacht. Mehr als eineinhalb Jahre nach Auffliegen der Diesel-Manipulationen ist knapp die Hälfte der betroffenen Motoren umgerüstet. Insgesamt seien es bislang 4,7 Millionen Fahrzeuge, sagte Konzernchef Matthias Müller vor wenigen Tagen auf der Hauptversammlung. In Deutschland seien es 1,7 Millionen Autos. Moderne Verbrennungsmotoren blieben auf absehbare Zeit unverzichtbar, betonte Müller. „Sie sind sparsam und emissionsarm. Das gilt - allen lauten Diskussionen zum Trotz - auch und gerade für den Euro-6-Diesel.“

Inzwischen hat Europas größter Autobauer deutlich Fahrt aufgenommen: Im ersten Quartal verdiente der Konzern vor allem dank starker Geschäfte in Westeuropa deutlich mehr, unter dem Strich blieben 3,4 Milliarden Euro Gewinn in der Kasse - ein Plus von fast 44 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg im ersten Quartal um 10,3 Prozent auf 56,2 Milliarden Euro.

Quelle:  Handelsblatt Online
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