Vossloh: Bahntechnikkonzern schreibt tiefrote Zahlen

Vossloh: Bahntechnikkonzern schreibt tiefrote Zahlen

, aktualisiert 26. März 2015, 12:36 Uhr
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Kugelschreiber mit dem Firmenlogo von Vossloh

Vossloh ist im Umbruch: Wegen hoher Restrukturierungskosten liegt der Verlust im dreistelligen Millionenbereich. Erste Gespräche zum Verkauf des defizitären Lok-Geschäfts laufen bereits.

Der Bahntechnikkonzern Vossloh kommt bei der geplanten Trennung von seinem hochdefizitären Lokomotivgeschäft voran. "Wir sind in ersten Sondierungsgesprächen mit potenziellen Interessenten", sagte Vorstandschef Hans Schabert am Donnerstag. Er betonte, nach wie vor keine Eile in der Sache zu haben. Zudem sei noch nicht entschieden, ob das im Bereich Transportation gebündelte Geschäft mit Fahrzeugen und Fahrzeugkomponenten in Summe oder in Teilen veräußert oder in eine Partnerschaft eingebracht wird.

Vossloh-Großaktionär und Aufsichtsratschef Heinz-Hermann Thiele, der derzeit seine Vossloh-Anteile aufstockt, hatte dem Konzern einen Umbau und die Trennung vom Lokomotivgeschäft verordnet. Das von ihm im Frühjahr 2014 eingesetzte Management musste daher im ersten Jahr seiner Amtszeit einen hohen Verlust verbuchen. Restrukturierungskosten, Abschreibungen und geänderte Projektkalkulationen führten 2014 zu einem Minus im operativen Geschäft von 171,6 Millionen Euro nach einem Gewinn von 52,7 Millionen 2013. Netto lag der Fehlbetrag bei 205,7 (2013: plus 23,6) Millionen Euro. Der Umsatz verharrte bei 1,323 (1,300) Milliarden Euro. Schabert bekräftigte, 2015 ein Umsatzwachstum zwischen drei und vier Prozent anzupeilen. Die operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) soll zwischen drei und vier Prozent liegen.

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Übernahmeangebot Großaktionär Thiele stärkt Vossloh den Rücken

Vossloh steckt in den roten Zahlen. Vor allem das Lokomotivgeschäft bereitet dem Bahntechnik-Konzern Sorgen. In dieser Situation signalisiert Großaktionär Thiele Unterstützung.

Ein Schienenbefestigungssystem für Schottergleise und feste Fahrbahnen im Voll- und Nahverkehrsbereich liegt auf auf dem Logo der Firma Vossloh Quelle: dpa

Knorr-Bremse-Eigner Thiele hält derzeit knapp über 30 Prozent an Vossloh. Der Manager hatte im Januar den Aktionären ein Übernahmeangebot in Höhe von 48,50 Euro je Aktie unterbreitet; die zweite sogenannte Zaunkönig-Frist läuft am 2. April - Thieles 74. Geburtstag - ab. Der Kurs der im Kleinwerteindex SDax gelisteten Firma lag am Donnerstag bei 57,30 Euro und damit deutlich über der Offerte. Daher hatte das Vossloh-Management das Angebot als nicht angemessen zurückgewiesen. Schabert betonte aber, Thieles Übernahmepläne seien grundsätzlich zu begrüßen und die Zusammenarbeit mit ihm "exzellent".

Thiele hatte in der Vergangenheit betont, Vossloh nicht komplett übernehmen zu wollen. Größere Anteile an dem Bahntechnikkonzern halten auch die Investmentfonds Ethenea (5,94 Prozent), Franklin Templeton Investment Funds (3,05 Prozent), Franklin Mutual Advisers (5,68 Prozent) und Lazard Frères Gestion (3,01 Prozent).

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