Vossloh: Unternehmen macht wieder Gewinn

Vossloh: Unternehmen macht wieder Gewinn

, aktualisiert 21. März 2016, 11:50 Uhr

Der Strategieschwenk von Vossloh trägt Früchte. Im vergangenen Jahr erzielte das Unternehmen unterm Strich einen Gewinn von 77,8 Millionen Euro nach einem Verlust von 205,7 Millionen Euro im Jahr zuvor.

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Ein Schienenbefestigungssystem liegt auf auf dem Logo der Firma Vossloh.

In diesem Jahr steht noch der Verkauf von zwei Töchtern auf der Agenda, 2017 soll die Profitabilität dann deutlich steigen. "2014 und 2015 war bei uns der Zeitpunkt der Restrukturierung. 2016 bringen wir die Sanierung zu Ende", sagte Firmenchef Hans Schabert bei der Bilanz-Pressekonferenz.

Vossloh-Großaktionär und Aufsichtsratschef Heinz-Hermann Thiele drängt das SDax -Unternehmen dazu, sich auf die Bahninfrastruktur zu fokussieren und die Lokomotivsparte zu verkaufen. Der spanische Teil wurde bereits abgestoßen, für die deutschen Standorte Düsseldorf und Kiel bemüht sich Vossloh bis spätestens 2017 noch um Käufer oder um eine nicht mehr von Vossloh kontrollierte Partnerschaft.

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Zunächst wolle sich der Konzern vom Düsseldorfer Werk trennen, danach komme Kiel an die Reihe. "Wir haben für beide Standorte mehrere potenzielle Partner", betonte Schabert, der seinen bis März 2017 laufenden Vertrag aus persönlichen Gründen nicht verlängern zu will.

Das in Nordrhein-Westfalen ansässige Unternehmen steigerte seinen Konzernumsatz im vergangenen Jahr um neun Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) lag bei 45,1 (Vorjahr: 18,8) Millionen Euro. Für das laufende Jahr gibt sich Vossloh optimistisch und rechnet mit Erlösen zwischen 1,2 Milliarden und 1,3 Milliarden Euro. Die Umsatzrendite soll von 3,8 Prozent auf vier bis 4,5 Prozent wachsen. 2017 will Vossloh hier 5,5 bis 6,0 Prozent erreichen.

Größter Bereich bei Vossloh ist das Geschäft mit Weichen und deren Instandhaltung. Hier verdiente der Konzern rund eine halbe Milliarde Euro. Unterstützend dürfte für Vossloh der Plan der Bundesregierung sein, in den nächsten 14 Jahren 264 Milliarden Euro in die Infrastruktur zu investieren.

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