VW im Abgas-Skandal: Kalifornischer Pensionsfonds will Volkswagen verklagen

VW im Abgas-Skandal: Kalifornischer Pensionsfonds will Volkswagen verklagen

, aktualisiert 04. März 2016, 19:15 Uhr
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Die VW-Aktionäre sehen sich durch den Abgas-Skandal unrechtmäßig geschädigt. Der Konzern weist die Vorwürfe zurück.

Quelle:Handelsblatt Online

Mit einem US-Pensionsfonds für Lehrer verklagt nun ein weiterer Aktionär den VW-Konzern auf Schadenersatz wegen des Diesel-Skandals. VW weist die Klagen zurück – die Informationen seien rechtzeitig veröffentlicht worden.

FrankfurtMit dem California State Teachers’ Retirement System (CalSTRS) will nun auch einer der größten US-Pensionsfonds Volkswagen in Deutschland verklagen. Durch den Wertverlust der VW-Aktien nach Bekanntwerden des Abgasskandals habe CalSTRS Millionen verloren, erklärte der Fonds am Freitag. Es gehe darum, diesen Schaden zu ersetzen und ein klares Signal an VW und die gesamte Autobranche zu senden. CalSTRS hielt per Ende Dezember 2015 nach eigenen Angaben VW-Aktien im Wert von 52 Millionen Dollar. Insgesamt verwaltet der Fonds, der unter anderem für die Rentenversicherung von 900.000 Lehrern und Familienangehörigen in Kalifornien zuständig ist, gut 179 Milliarden Dollar.

Beim Landgericht Braunschweig sind bereits zahlreiche Klagen von Aktionären anhängig. VW hatte vor wenigen Tagen die anhängigen Aktionärsklagen als unbegründet zurückgewiesen. Die im Aktienrecht vorgeschriebene Pflicht zur Veröffentlichung potenziell aktienkursbewegender Erkenntnisse (Ad-hoc-Pflicht) sei nicht verletzt worden, weil dem Vorstand erst am 18. September 2015 – unmittelbar bevor der Skandal an die Öffentlichkeit kam – wesentliche Informationen rund um die Manipulation von Diesel-Motoren bekanntgeworden seien.

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Die Aktionäre machen vor Gericht geltend, VW habe zu spät über die Manipulationen informiert und damit die Ad-hoc-Pflicht verletzt. Am 18. September vergangenen Jahres hatte nicht VW, sondern die US-Umweltbehörde EPA den Vorgang öffentlich gemacht. VW räumte die Manipulationen, die weltweit rund elf Millionen Fahrzeuge betreffen, zwei Tage später ein.

Quelle:  Handelsblatt Online
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