Weder di Mauro geht: Telekom-Chef Obermann zieht in Thyssen-Aufsichtsrat

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Weder di Mauro geht: Telekom-Chef Obermann zieht in Thyssen-Aufsichtsrat

, aktualisiert 10. Oktober 2013, 06:08 Uhr

Der zum Jahresende scheidende Chef der Deutschen Telekom geht offenbar in den Aufsichtsrat des Mischkonzerns ThyssenKrupp. Rene Obermann ersetze die Wirtschafsprofessorin Beatrice Weder di Mauro.

Der scheidende Telekom-Chef René Obermann soll noch in diesem Jahr in den Aufsichtsrat des angeschlagenen Stahlkonzerns ThyssenKrupp einziehen. Der Manager werde dort vorzeitig die ehemalige Wirtschaftsweise Beatrice Weder di Mauro ablösen, erfuhr die Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch aus aufsichtsratsnahen Kreisen. Beatrice Weder di Mauro sei in eine Expertengruppe von EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso berufen worden. Sie wolle deshalb die Zahl ihrer Aufsichtsratsmandate reduzieren.

Ihr Mandat bei ThyssenKrupp wäre eigentlich bis Januar 2015 gelaufen. Die Volkswirtschafsprofessorin sitzt auch noch in den Verwaltungsräten der Schweizer Großbank UBS und des Pharmakonzerns Roche. Zuvor hatten die „Süddeutsche Zeitung“ und die Online-Ausgabe des „Manager Magazins“ von dem anstehenden Wechsel berichtet. Das Unternehmen wollten die Berichte nicht kommentieren.

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Weder di Mauro gehört seit 2010 dem ThyssenKrupp-Aufsichtsrat an. Dem Konzern machen hohe Verluste, Korruptionsvorwürfe und Kartellverstöße zu schaffen. Obermann gibt Ende Dezember die Führung der Deutschen Telekom an Finanzchef Timotheus Höttges ab.

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Nach sieben Jahren an der Spitze der Telekom wolle er wieder näher ans operative Geschäft rücken, als das für den Vorstandsvorsitzenden eines Großkonzerns möglich sei, hatte Obermann erklärt. "Ich will näher an die Basis und an den Maschinenraum." Damit will Obermann, der Ende der 90er Jahre zur Telekom kam und auch lange Chef des Mobilfunkgeschäfts T-Mobile war, wieder mehr das tun, was er zu Anfang seiner Karriere tat: Nach seiner Ausbildung zum Kaufmann bei BMW studierte er Volkswirtschaft, verließ die Universität aber nach wenigen Semestern wieder, weil seine nebenbei gegründete Telefonfirma ABC so gut lief.

Obermann ist bereits Mitglied des Aufsichtsrats des Energiekonzerns E.ON. Er wird wohl ab dem kommenden Jahr zum Kabelnetzbetreiber Ziggo wechseln.

Mit Obermann habe ThyssenKrupp-Aufsichtsratschef Ulrich Lehner einen alten Bekannten als Nachfolger von Weder di Mauro gewonnen, berichtete die Online-Ausgabe des „Manager Magazins“. Die beiden Manager kennen sich von der Deutschen Telekom, wo Lehner ebenfalls dem Aufsichtsrat vorsitzt.

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