Weitere Zukäufe geplant: Starkes Pharmageschäft treibt Bayer an

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Weitere Zukäufe geplant: Starkes Pharmageschäft treibt Bayer an

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Gesundheit (Healthcare) und Agrarchemie (Cropscience) waren auch im dritten Quartal der entscheidende Treiber bei Bayer.

Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer hat die Umsatz- und Ergebnisprognosen für 2014 angehoben. Bayer will nach dem Kauf der Verbraucherprodukte-Geschäfte des US-Konzerns Merck & Co künftig weitere Übernahmen ausloten.

Neue Medikamente und starke Pflanzenschutzgeschäfte geben Bayer Auftrieb. Der Leverkusener Pharma- und Chemiekonzern hob am Donnerstag zur Vorlage von Geschäftszahlen seine Jahresprognose an. Der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn (Ebitda) nahm im dritten Quartal um 1,4 Prozent auf 2,01 Milliarden Euro zu.

Analysten hatten im Schnitt mit 1,96 Milliarden Euro gerechnet. Der Gewinn kletterte um 12,7 Prozent auf 826 Millionen Euro. Das Management bekräftigte zudem, für das Kunststoffgeschäft sei ein Börsengang geplant.

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Die Bayer-Historie

  • Von einer Farbenfabrik zum Chemie- und Pharmariesen

    Der Bayer-Konzern kann auf eine lange Geschichte zurückblicken: Sie beginnt in Wuppertal Barmen vor 150 Jahren. Es war die Geburtsstunde der deutschen Chemieindustrie.

  • 1863

    Friedrich Bayer und Johann Weskott gründen am 1. August die Farbenfabrik Fried. Bayer & Co.

  • 1899

    Das Schmerzmittel Aspirin wird zum Patent angemeldet. Noch heute gehört das Medikament zu den umsatzstärksten Bayer-Präparaten.

  • 1925

    Nach gut 60 Jahren verliert Bayer seine Selbstständigkeit; das Unternehmen geht in die IG Farben auf. Aus Bayer wurde die IG Betriebsgemeinschaft Niederrhein.

  • 1933

    In Leverkusen leuchtet erstmals das Bayer-Kreuz auf. Es hatte eine Durchmesser von 72 Metern und war mit 2200 Glühbirnen bestückt. Es ist bis heute das Wahrzeichen der Stadt geblieben.

  • 1939

    Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wird die Produktion der Chemieindustrie den Zielen der Kriegsführung untergeordnet. Zwangsarbeiter vor allem aus Osteuropa wurden in vielen Betrieben eingesetzt, auch in Leverkusen.

  • 1951

    Bayer wird nach der Zerschlagung der IG Farben neu gegründet und Ulrich Haberland der erste Vorstandsvorsitzende.

  • 1978

    Bayer übernimmt das US-Unternehmen Miles, das nach dem Rückerwerb der Markenrechte in den USA 1995 in Bayer Corporation umbenannt wird.

  • 2001

    Bayer nimmt den Blutfettsenker Lipobay vom Markt, was den Konzern in eine tief Krise stürzt. Im gleichen Jahr erfolgt der Erwerb des Pflanzenschutzgeschäftes Aventis CropScience.

  • 2005

    Bayer löst das Chemie- und Teile des Kunststoffgeschäftes aus dem Konzern und bringt ihn als Lanxess AG an die Börse.

  • 2006

    Der Erwerb des Berliner Pharmaunternehmens Schering für rund 17 Milliarden Euro ist der teuerste Zukauf der Firmengeschichte.

  • 2010

    Marijn Dekkers wird Vorstandsvorsitzender. Der Niederländer mit amerikanischem Pass ist der erste externe Manager an der Spitze des Konzerns.

Bayer setzte von Juli bis September 10,19 Milliarden Euro um - ein Plus von 5,6 Prozent. "Kräftige Umsatzzuwächse haben wir mit unseren neueren Pharma-Produkten sowie im CropScience-Geschäft in Nord- und Lateinamerika erzielt", erklärte Vorstandschef Marijn Dekkers. Bayer schraubte seine Ziele für 2014 nach oben.

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Einer der Gründe: Bayer brachte die Übernahme des Merck&Co-Gechäfts mit verschreibungsfreien Präparaten unlängst in trockene Tücher. Die Sparte steht nun in den Bayer-Büchern.

Für 2014 erwartet Bayer jetzt einen Konzernumsatz von etwa 42 Milliarden Euro. Bisher wurden rund 41 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Den bereinigten operativen Gewinn will Dekkers nun im mittleren einstelligen Prozentbereich steigern. Bisher war ein Plus im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich geplant.

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