Westinghouse-Insolvenz: Toshiba ringt mit Banken um neuen Kredit

Westinghouse-Insolvenz: Toshiba ringt mit Banken um neuen Kredit

, aktualisiert 04. April 2017, 15:21 Uhr
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Das Firmenkonglomerat, das mit seinen fast 190.000 Beschäftigten auch Laptops, Industrieanlagen, Aufzüge und Waschmaschinen herstellt, dürfte das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Verlust von mehr als acht Milliarden Euro abgeschlossen haben.

Quelle:Handelsblatt Online

Das Management des angeschlagenen japanischen Konzerns Toshiba hat Banken offenbar um einen weiteren Kredit gebeten. Das Unternehmen wankt wegen massiver Verluste der inzwischen insolventen US-Tochter Westinghouse.

TokioDer angeschlagene japanische Industriekonzern Toshiba kämpft um eine neue Finanzspritze seiner Banken. Ein Unternehmenssprecher bestätigte ein Treffen mit den Instituten am Dienstag. Dabei bat das Management um einen weiteren Kredit, wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet. Eine genaue Summe wurde demnach zwar nicht genannt.

Es könnte aber auf ein Darlehen über umgerechnet etwa 2,5 Milliarden Euro (300 Milliarden Yen) hinauslaufen, sagte einer der Insider. Toshiba habe die Banken ersucht, bis zum 14. April grünes Licht zu geben. Als Sicherheiten für den neuen sowie für bereits bestehende Kredite bot die Konzernführung den Informationen zufolge einen Anteil an der zum Verkauf stehenden Chipsparte an.

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Das Firmenkonglomerat, das mit seinen fast 190.000 Beschäftigten auch Laptops, Industrieanlagen, Aufzüge und Waschmaschinen herstellt, dürfte das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Verlust von mehr als acht Milliarden Euro abgeschlossen haben. Grund sind massive Schwierigkeiten bei der inzwischen insolventen US-Tochter Westinghouse, die Atomkraftwerke baut. Die Finanzprobleme haben für zunehmende Unruhe unter Toshibas Banken gesorgt. Um sich Entlastung zu verschaffen, will der Konzern sein lukratives Speicherchip-Geschäft zu Geld machen.

An der Tokioter Börse brachen die Aktien des Unternehmens um mehr als neun Prozent ein, nachdem sie schon zu Wochenbeginn um 5,5 Prozent gefallen waren.

Quelle:  Handelsblatt Online
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