Zewa und Tempo: Investoren bieten offenbar 21 Milliarden Euro für Hygienesparte von SCA

Zewa und Tempo: Investoren bieten offenbar 21 Milliarden Euro für Hygienesparte von SCA

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Zur Hygienesparte von SCA gehört unter anderem die Marken Tempo-Taschentücher.

Der Zewa-Hersteller SCA will seine Hygienesparte abspalten. Einem Bericht zufolge gaben mehrere Finanzinvestoren ein Angebot ab. Der Aktienkurs des Stockholmer Konzerns sprang anschließend auf ein Rekordhoch.

Mehrere Finanzinvestoren wollen einem Medienbericht zufolge einen Großteil des Zewa-Herstellers SCA für umgerechnet knapp 21 Milliarden Euro übernehmen. Im Gespräch sei der Kauf der Hygienesparte, die auch Papiertaschentücher der Marke Tempo herstellt, berichtete die schwedische Zeitung "Dagens Nyheter" unter Berufung auf ungenannte Quellen. Der Aktienkurs des Stockholmer Konzerns legte am Donnerstag um bis zu 9,8 Prozent zu und erreichte ein Rekordhoch. SCA äußerte sich nicht.

"Dagens Nyheter" zufolge gaben mindestens zwei internationale Finanzinvestoren vor mehreren Wochen gemeinsam ein Angebot über 200 Milliarden Kronen ab. Unklar ist, ob darin auch Verbindlichkeiten enthalten sind. Per Ende 2016 hatte SCA langfristige Schulden von 31 Milliarden Kronen. Handelsbanken-Analyst Karri Rinta sagte, 200 Milliarden Kronen wäre ein guter Preis für SCA. Sollten Verbindlichkeiten darin enthalten sein, wäre die Offerte für Aktionäre aber "ziemlich uninteressant".

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SCA hatte in der vergangenen Woche formell beschlossen, die Hygienesparte abzuspalten und noch in diesem Jahr unter dem Namen Essity an die Börse zu bringen. Der Firmenteil steuert 86 Prozent der Umsätze bei. Das verbliebene Geschäft mit Holzprodukten soll den Namen SCA behalten. Der Konzern ist mit 2,6 Millionen Hektar nach eigenen Angaben der größte private Waldbesitzer Europas. Dies entspricht einer Fläche, die größer als Mecklenburg-Vorpommern ist.

SCA hatte bereits im Dezember bekanntgegeben, für 2,74 Milliarden Euro den deutschen Leukoplast-Pflasterhersteller BSN Medical zu übernehmen. Die Tochter soll ebenfalls in der abgespaltenen Firma Essity aufgehen.

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