Für die beiden Sportartikelkonzerne Adidas und Puma ist der Flughafen wohl einer der Gründe, weshalb sie ihre Zentralen immer noch in Herzogenaurach haben. Adidas wollte mal weg — und blieb. Puma bekennt sich auch zur Region und weiht nach zwei Jahren Bauzeit am Nordrand des 30.000-Einwohner-Örtchens das Puma Plaza ein, das neue schicke Hauptquartier des MDax-Konzerns, ein mit modernster Gebäudetechnik und Fotovoltaikelementen vollgestopfter Koloss mit einer 125 Meter langen Glasfassade.
Glamour außerhalb der großen Städte
Nach einem Tiefpunkt in den Neunzigerjahren geht es Puma heute blendend. Der Umsatz liegt bei 2,7 Milliarden Euro, die Eigenkapitalquote bei mehr als 60 Prozent. Vergangene Woche eröffnete der Konzern seinen neuen Outlet-Store — persönlich veredelt durch die Präsenz des jamaikanischen Olympiasiegers und Weltmeisters Usain Bolt, amtierender schnellster Mann der Welt.
Und plötzlich scheint er kurz auf, dieser Glamour, den sonst nur München, Hamburg oder Düsseldorf zu bieten haben. Und der in Nürnberg, auch wenn die Quelle-Pleite überwunden sein wird, wohl nie ganz zu Hause sein wird.














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Alle Kommentare lesen07.11.2009, 10:22 UhrAnonymer Benutzer: Unterschicht
Suri
ins ausland gehen? ist die MiTTE so hochqualifiziert? na dann mal los. die mitte stellt nur ansprüche an sich selbst. wenn nicht ich ja wer denn dann ? ich bin doch MiTTE! sie behindert den sozialen aufstieg der unteren schichten.diskriminiert durch die verteidigung des dreigliedrigem schulsystems kinder armer familien. lässt sich als wahlgeschenk 24 mrd EURO entlasten. behindert die lockerung des kündigungsschutzes den einstieg ausenstehender ins arbeitsleben. verschmutzt durch ihr verbrauchs-und kosumverhalten die umwelt. setzt standarts in schule und leben mit markenartikeln. ist ursache der ellenbogengesellschaft.
so sieht das doch aus
05.11.2009, 15:47 UhrAnonymer Benutzer: suri
@unterschicht
Ein ganz gefährlicher Denkfehler, denn es ist die Mittelschicht aus Arbeitern, Angestellten und Einzelunternehmen, die die sozialen Kassen dieses Landes überhaupt noch bezahlt, die reichen zahlen schon lange nicht für dieses System.
Was sie schreiben ist insofern falsch, dass die gut ausgebildete Jugend und Midager heute meist recht reisebereit sind und bei fehlenden Jobs gewiss eher ins Ausland gehen, als hier in Deutschland langfristig als Zeitarbeiter sich die Arbeitszeugnisse zu ruinieren, denn wer glaubt als Zeitarbeiter einen dauerhaften Job zu finden hat nicht verstanden, dass eine solche Tätigkeit eher einem dauerhaften Job schadet als nützt ( Stichwort Ablösezahlungen, schlechter Ruf in den Personalabteilungen etc)
05.11.2009, 09:24 UhrAnonymer Benutzer: zarromanowski
Unternehmen kommen und gehen, das nennt man Wirtschaft und wirtschaften. Es gibt keine Überlebensgarantie für Unternehmen und damit für Arbeitsplätze - alles nichts Neues, das haben Generationen vor uns schon erfahren müssen. Also, was soll das Gejammere auf höchstem Niveau - keiner der ehemaligen Quelle-Mitarbeiter wird auf der Straße leben müssen und verhungern, wer seine Lebensplanung zerstört sieht hat leider nicht begriffen wie sich die Wirtschaft verändert hat. Die Gesellschaft spricht über die Angestellten bei Quelle (zurecht), ich spreche aber auch über die Angestellten der vielen Zulieferbetriebe und deren nun in Privatinsolvenz gehenden Unternehmer mit Familien. Wir haben uns in Deutschland daran gewöhnt nur über das "Große" zu sprechen, das "Große" zu hoffieren, das "Große" zu bevorzugen und das "Große" zu anzuhimmeln und den "Großen" allzu leichtgläubig zu vertrauen - wir sind darauf hereingefallen. Haben wir etwas daraus gelernt - NEiN es hat sich nichts geändert, denn wir machen weiterhin den Kniefall vor den "Großen".