Kommentare zu: Die große Quelle-Rettungsshow

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7 Kommentare
  • 30.06.2009, 20:26 UhrAnonymer Benutzer: Familienvater

    Nachdem Herr Seehofer (CSU) ja die treibende Kraft, und von Anfang an für eine staatliche Unterstützung des Quelle-Konzerns plädiert hat, steht es im Grunde doch jedem Steuerzahler frei, ihm eine kleine Freude zu machen.

    Sobald ich meinen aus Steuermitteln subventionierten Quelle-Katalog in den Händen halte, werde ich diesen als büchersendung (die paar Cent Porto sind es mir auch noch wert) an Herrn Seehofer weitersenden. Offenbar hat er ja große Freude an diesem Katalog, auch wenn die Mehrheit der Steuerzahler angesichts der täglich wechselnden Preise in Zeiten des internet darin ein veraltetes Geschäftsmodell ohne Zukunftsperspektive sieht.

    Es steht ja sogar auf der Homepage der bayerischen Staatskanzlei: Hier können Sie eine Nachricht an Ministerpräsident Horst Seehofer schicken:

    bayerische Staatskanzlei, Herrn Ministerpräsident Seehofer,
    Franz-Josef-Strauß-Ring 1, 80539 München

    Da eine Katalog-Zusendung per EMail leider nicht möglich ist (was übrigens eine günstige und moderne Alternative zum teuren Katalogdruck gewesen wäre - selbst eine DVD dürfte nur einen bruchteil kosten), werde ich meinen Katalog an obige Adresse senden - ich habe dafür leider keinen bedarf mehr, da ich mittlerweile nur noch über Online-Preisvergleiche den günstigsten Anbieter auswähle.

  • 30.06.2009, 22:36 UhrAnonymer Benutzer: Pozzo

    ich möchte wette, dass nach der Wahl das Quelle-Psychodrama ganz anders verlaufen wäre. Merkel und ihr Tross hätten ein insolvenzverfahren empfohlen und die FDP hätte vielleicht ihr "jeder ist seines Glückes Schmied" beigesteuert.

  • 30.06.2009, 23:17 UhrAnonymer Benutzer: Goldmarie

    Zu Zeiten der Gewinnausschüttung haben die Eigentümer kräftig hingelangt und Gelder aus dem Unternehmen rausgezogen. Jetzt, wo es darum geht, zur Rettung ihres eigenen Unternehmens beizutragen, sind sie plötzlich sehr still oder ziehen sich gänzlich zurück.
    Die Droh- und Erpressermentalität der Quelle, die ein Vorschreiber im Lieferantenbereich ansprach, kann ich als langjähriger Quelleladen bestätigen. Es gibt neue Verträge, die uns als Quellepartner mittels Unterschrift zwingen sollen, im Hifigeschäft zum Nulltarif zu arbeiten. So krank ist die Quelle inzwischen. Wer dies ablehnt, wird als Geschäftspartner gefeuert.

    Zumwinkel durfte als krimineller Steuerbetrüger noch eine ganze Weile im Aufsichtsrat bleiben. Der wurde nicht gleich gefeuert.
    Seltsam, seltsam, daß solche Leute über einen Konzern wachen dürfen, obwohl deren Kriminalität schon bewiesen war.
    Das Gejammere um die Quelle Pleite wäre nicht nötig gewesen,
    wenn man in früheren Jahren besser auf Achenbach und Middelhoff und den anderen Mißmanagern aufgepasst hätte, die ihre indianerspiele mit sich selbst spielen durften. Wo war da der
    Aufsichtsrat?

    Allein der Umstand, daß ein halbes Jahr lang die gleiche Ware
    dem Kunden in den Regalen präsentiert werden soll, läßt mich als
    Einzelhandelsgeschäft das Gruseln lernen. Da hat keiner von den
    obersten Managern auch nur annähernd Ahnung von Warenpräsentation und Einzelhandel. Scheint aber nicht schlimm zu sein, denn die dicken Gehälter und noch dickeren Abfindungen
    kriegt bei den jeweiligen Kurzzeitveträgen jede Lusche, die sich bei Quelle Manager nennen darf.

    Daß der Staat einem solch geistig verwirrten Unternehmen wie
    der Quelle Millionenkredite gewährt, obwohl da seit Jahren Mißwirtschaft betrieben wurde, das versetzt mich in höchstes
    Erstaunen.
    Ein total blinder will also einem Gelähmten zum Siegerpokal verhelfen.

  • 01.07.2009, 00:07 UhrAnonymer Benutzer: Franz

    interessant, dass der Staat einem derart altbackenen Konzept noch 50 Millionen hinterherwerfen möchte. Anscheinend kommt es echt nur auf die Größe an.

  • 01.07.2009, 10:09 UhrAnonymer Benutzer: Realist

    wielange wird die CSU noch mit dem Sozi Seehofer in den eigenen Reihen leben wollen? Der Steuerzahler will nicht marode Unternehmen (Opel, Karstadt, Quelle) über ein paar Monate helfen. Das müssen die Sozialromantiker endlich akzeptieren!!

  • 01.07.2009, 12:05 UhrAnonymer Benutzer: Frau F.

    Die wunderbare Headline "Die große Quelle-Rettungsshow" trifft den Nagel auf den Kopf. Die Finanzspritze ist kaum mehr als eine vom Steuerzahler getragene Sterbehilfe. Als enttäuschte und genervte Quelle-Kundin kann ich das bestätigen, was viele Experten sagen. Quelle ist kein sanierungsfähiges Unternehmen. Schlechte Ware, noch schlechterer Service und total lustloses Personal. Niemand braucht ein solches Unternehmen!

  • 01.07.2009, 20:21 UhrAnonymer Benutzer: Argus

    Nur Theater - keine Rettung
    Wenn eine Firma noch nicht einmal den Druck eines simplen Katalogs bezahlen kann, womit will sie dann bei den Produzenten und Lieferanten die darin angepriesenen Waren bezahlen ?
    Muss der Staat dann auch das (vor)finanzieren ? Es bleibt zu hoffen, dass Seehofer nach der Münchener Landesbankpleite noch genügend Geld dafür übrig hat. Und ist etwa OPEL schon "gerettet" ?
    Was uns die ach so honorigen Herren mit Dame da in berlin vorgegaukelt haben, ist keinen Pfifferling wert und dient nur zur imagepolitur vor der bT-Wahl. Nichts von all dem, was die Politik - nicht nur in berlin -absondert, ist wahr und schon überhaupt nicht wahrhaftig.

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