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Insolvenz bei Edscha & Co.: Automobilzulieferer hoffen auf Staatsbürgschaften

von Andrea Auler mit Material von AP

Mit dem Automobilzulieferer Edscha meldet ein weiterer Betrieb Insolvenz an. Die Landesregierungen von Bayern und NRW bieten Bürgschaften an. Experten warnen vor einen tiefen Krise in der Branche.

Automobilzulieferer in der Quelle: dpa
Automobilzulieferer in der Krise: Tausende Arbeitsplätze in Gefahr Quelle: dpa

Die Wirtschaftskrise hat die Zulieferbranche voll erfasst. Die Insolvenz des Remscheider Unternehmens Edscha ist nur ein weiteres Beispiel für die momentane Talfahrt der Branche. Der Leverkusener Bremsbeläge-Hersteller TMD Friction und der Lenksysteme-Hersteller Tedrive sind bereits seit Dezember zahlungsunfähig, ebenso wie der niedersächsische Zulieferer Stankiewicz.

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Experten zufolge leide die Zulieferbranche weitaus stärker unter der Wirtschaftskrise als die Automobilhersteller selbst. Grund sei vor allem die dünnere Kapitaldecke. Zusätzlich sei es zunehmend schwierig für die Unternehmen, weitere Kredite zu erhalten. „Banken verkaufen bekanntlich Regenschirme nur, wenn es trocken ist“, sagte Wolfgang Meinig, Leiter der Bamberger Forschungsstelle Automobilwirtschaft.

Tausende Arbeitsplätze betroffen

Staatliche Bürgschaften sollen der Kreditklemme in der  Zulieferbranche jetzt entgegenwirken. Im konkreten Fall des Zulieferbetriebes Edscha haben die Bundesländer Bayern und NRW Hilfe angeboten. In den bayerischen Standorten Hengersberg, Regensburg und Hauzenberg arbeiten 2000 Beschäftigte, am Firmensitz Remscheid sind es nochmal 300. Insgesamt beschäftigt der Hersteller von Türschanieren und Verdecken für Cabrios 4200 Menschen.

Wie die Hilfen konkret aussehen, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar. "Wir haben unser Angebot dem Insolvenzverwalter unterbreitet", sagt ein Sprecher des bayerischen Wirtschaftsministeriums. "Es gibt aber momentan noch keine Fortführungslösung für das Unternehmen."

Auch die Bundesregierung bastelt schon an einem Rettungspaket für unverschuldet in Zahlungsnot geratene Unternehmen, die Hilfe könnte für viele Unternehmen jedoch zu spät kommen. 100 Milliarden Euro will die Bundesregierung zur Verfügung stellen, der Bundesrat muss diesem Gesetz Ende Februar jedoch erst noch zustimmen.

Edscha ist der bislang größte Zulieferbetrieb, der Insolvenz anmelden musste. In den vergangenen Monaten war der Umsatz um mehr als die Hälfte eingebrochen. Auch für andere Unternehmen der Branche wird die Luft aus Expertensicht dünn. Rund die Hälfte der 1500 deutschen Zuliefererunternehmen sind Schätzungen zufolge akut insolvenzgefährdet.

2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 04.02.2009, 04:06 UhrAnonymer Benutzer: Arbeiter

    Wer ist den da bitte "Wir" die 20 Mio nicht erwebstätigen? (inkl Hausfrauen) Zerschlagen und umverteilen schön und gut, aber dadurch hat der Arbeiter der zerschlagenen Firma trotzdem keine arbeit mehr. Hoffentlich war er nicht Kunde bei ihnen sonst gehen Sie als nächster Pleite!

  • 03.02.2009, 23:44 UhrAnonymer Benutzer: Hägar Schmidt

    ARGH! Dann lieber zerschlagen und an andere Zulieferer verteilen. Wir, die 80 Mio. Deutsche Staatsbürger und Politiker-Arbeitgeber, bezahlen unsere Politiker nicht für solche Aktionen.

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