Insolvenz: Quelle-Auslandstöchter auf der Kippe

Insolvenz: Quelle-Auslandstöchter auf der Kippe

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Quelle-Logo am Versandzentrum in Leipzig

Vor kurzem hieß es noch, die Quelle-Auslandstöchter seien von der Abwicklung der deutschen Tochter nicht betroffen. Ein Trugschluss: Einem Bericht zufolge sind die Osteuropa-Töchter nur mehr eingeschränkt lieferfähig. Ihnen droht der Kollaps.

Den osteuropäischen Tochtergesellschaften der insolventen Primondo-Gruppe droht einem Zeitungsbericht zufolge möglicherweise der Kollaps. Wie die Zeitung „Die Welt“ berichtet, sind die Gesellschaften nur noch eingeschränkt lieferfähig. Die Lager seien nicht mehr ausreichend mit Waren gefüllt. Folglich komme immer weniger Geld in die Kassen.

Es drohten zahlreiche Folgeinsolvenzen, wenn die Quelle-Auslandstöchter nicht bis spätestens Mitte November einen Investoren finden, der neue Ware bestellen und auch bezahlen könne, zitierte die Zeitung einen Insider. Gelingt die Investorensuche nicht, wären dem Bericht zufolge die Auslandsgesellschaften kaum noch zu verkaufen. Der Insolvenzverwalter müsste auf weitere Millioneneinnahmen verzichten. Mehrere hundert Arbeitsplätze wären gefährdet. 17 Länder gehören zu den Quelle- Auslandsgesellschaften, darunter Österreich, die Schweiz, Tschechien, Slowakei, Kroatien, Polen, Ungarn und Russland.

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Der Sprecher von Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg, Thomas Schulz, bestätigte dem Bericht zufolge, dass die Lieferfähigkeit eingeschränkt ist, wollte aber keine Zahlen nennen. Da es keinen Investor für die Gruppe gibt, muss Görg die attraktiven Primondo- Teile verkaufen, etwa die Auslandsgesellschaften der Quelle und den Homeshoppingkanal HSE 24.

Deutschland: Quelle-Arbeitsagentur nimmt Betreuung auf

In den Räumen des Quelle-Versandzentrums in Nürnberg hat die eigens eingerichtete Agentur für Arbeit mit der Betreuung der gekündigten Quelle-Mitarbeiter begonnen. „Wir rechnen heute mit mehreren hundert Menschen“, sagte der Chef der bayerischen Regionaldirektion, Rainer Bomba, heute.

Bis Ende der Woche müssten rund 4000 Beschäftigte des insolventen Versandhauses registriert und beraten werden. „Das ist die größte Entlassungswelle innerhalb einer Woche in der Geschichte der Bundesagentur für Arbeit“, sagte Bomba. Um damit fertig zu werden, zog die Behörde mehr als 100 Mitarbeiter aus ganz Bayern in Nürnberg zusammen.

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