Insolvenzverwalter Horst Piepenburg: Erfahrener Sanierungsexperte für Solarworld

Insolvenzverwalter Horst Piepenburg: Erfahrener Sanierungsexperte für Solarworld

, aktualisiert 12. Mai 2017, 11:43 Uhr
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Der heute 63-jährige Rechtsanwalt war bundesweit bekannt geworden, als er 2002 den insolventen Maschinen- und Anlagenbauer Babcock Borsig als Vorstandschef sanierte.

Quelle:Handelsblatt Online

Bei Solarworld hat das Amtsgericht Bonn den Anwalt Horst Piepenburg zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Piepenburg gilt als erfahrener Sanierungsexperte, der unter anderem bei Babcock Borsig im Einsatz war.

BonnDie Geschicke der insolventen Solarworld liegen jetzt bei dem deutschlandweit bekannten Düsseldorfer Sanierungsexperten Horst Piepenburg. Das Bonner Amtsgericht habe seine Kanzlei am Freitag zum vorläufigen Insolvenzverwalter des überschuldeten Solarkonzerns bestellt, sagte eine Gerichtssprecherin. Über die Bestellung Piepenburgs hatte zuerst die „Wirtschaftswoche“ berichtet.

Solarworld-Chef und Firmengründer Frank Asbeck hatte am Donnerstag im Reuters-Interview betont, seine Aufgabe sei es nun, mit dem Insolvenzverwalter zusammen so viele der insgesamt 3300 Arbeitsplätze wie möglich zu sichern.

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Piepenburg gehört zu den renommiertesten deutschen Insolvenzexperten. Der heute 63-jährige Rechtsanwalt war bundesweit bekannt geworden, als er 2002 den insolventen Maschinen- und Anlagenbauer Babcock Borsig als Vorstandschef sanierte. Zuletzt war der Düsseldorfer 2013 bei der Pleite des Immobilienkonzerns IVG in Erscheinung getreten, wo er als Sachwalter dem Vorstandschef zur Seite gestellt wurde. Die gleiche Funktion hatte er auch bei der Insolvenz des Holzverarbeiters Pfleiderer. Beim Handelskonzern Arcandor war Piepenburg als Sanierer gerufen worden, warf jedoch nach wenigen Wochen das Handtuch.

Solarworld-Chef Asbeck hatte am Mittwoch wegen Überschuldung Insolvenz angekündigt. Dies kam nicht ganz überraschend, da das einstige Aushängeschild der deutschen Solarbranche seit langem in den roten Zahlen feststeckt und bereits vor vier Jahren mit einer Milliarde Euro verschuldet vor dem Abgrund stand. Damals rettete Asbeck den Konzern, indem er sich mit den Gläubigern auf einen Schuldenschnitt verständigte. Für frisches Kapital sorgte ein Investor aus Katar, der zuletzt 29 Prozent hielt. Asbeck gehören noch 21 Prozent an Solarworld.

Solarworld hatte am Donnerstag offiziell Insolvenz für die Konzernmutter Solarworld AG angemeldet. Offen ist, ob auch für die Konzerntöchter in Thüringen und Sachsen Insolvenzanträge folgen. Die Produktion im Unternehmen mit insgesamt rund 3300 Beschäftigten laufe am Freitag vorerst weiter, hieß es aus dem Unternehmen.

Künftig sind aber Verfügungen bei Solarworld nur noch mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam, wie das Amtsgericht erklärt. Das gilt auch für die geplanten Betriebsversammlungen zur Information der Mitarbeiter. In Arnstadt (Thüringen) traf sich am Freitag der Betriebsrat des Standortes mit dem thüringischen Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD).

Quelle:  Handelsblatt Online
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