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Insolvenzverwalter: Millionenklage gegen Sal. Oppenheim und HSH Nordbank

Der angeschlagenen Privatbank Sal. Oppenheim und einer Bankengruppe um die HSH Nordbank droht juristischer Streit: Vor dem Landgericht Hamburg verklagt der Essener Insolvenzverwalter und Wirtschaftsanwalt Bernd Depping die Banken wegen „vorsätzlich sittenwidriger Schädigung“ auf Schadenersatz in Höhe von insgesamt 423,7 Millionen Euro.

Zusätzlich will Depping weitere Forderungen in Millionenhöhe geltend machen, heißt es im Umfeld der Beteiligten.

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Depping ist Insolvenzverwalter einer Beteiligungsgesellschaft namens Sirius, die 1999 rund 50 Prozent der Anteile an der Bonner Immobiliengesellschaft IVG übernommen hatte – großteils kreditfinanziert. 2003 stellte ein Bankenkonsortium um die HSH Nordbank das Darlehen fällig und löste damit die Insolvenz der Sirius aus. In der Folge wurde das IVG-Aktienpaket von den kreditgebenden Banken übernommen und teilweise an Sal. Oppenheim weiterverkauft.

Sal. Oppenheim war „Urheber des Plans“

In der Klage behauptet der Insolvenzverwalter nun, dass es der Plan der Banken war, „zielgerichtet die Insolvenz der Schuldnerin (Sirius) herbeizuführen“. Ziel sei es gewesen, sich so das Aktienpaket der Bonner Immobiliengesellschaft IVG selbst anzueignen. „An diesem deliktischen Verhalten“ der Gläubigerbanken habe Sal. Oppenheim „nicht nur mitgewirkt“, die Bank war laut Insolvenzverwalter Depping gar einer der „Urheber des Plans“.

Mit Rücksicht auf das Verfahren wollten sich weder die beteiligten Banken noch der Insolvenzverwalter gegenüber der WirtschaftsWoche zu dem Sachverhalt äußern. In Bankenkreisen weist man die Vorwürfe jedoch zurück.

3 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 21.07.2009, 16:54 UhrAnonymer Benutzer: nnn

    Keine Angst liebe Leser der Steuerzahler wird es schon richten -
    beide sind ja Systemrelevant !!!!

  • 14.07.2009, 17:50 UhrAnonymer Benutzer: Dr.med.Wigand von Bremen

    Es ist gut zu erfahren dass es Menschen mit klarer Sicht gibt und das die Kontrollorgane in unserem Staat in Sachen Sal.Oppenheim zwar sehr spät dann aber trefflich reagieren und funktionieren.
    Mögen die betreiber der sittenwidrigen Geschäfte und der unanständigen Praktiken ihre Lektion nun endlich lernen um zurückzukehren auf den Weg des Anstandes und der guten Sitten.
    Kompliment dem insolvenzverwalter Depping.
    Dr.med.Wigand von bremen

  • 11.07.2009, 16:47 UhrAnonymer Benutzer: Kavai

    Ja so ist das, Gewinne werden privatsiert und Verluste werden sozialisiert !!!
    Je grösser die bank, desto mehr Zucker wird in den Hintern der Manager geblasen. Die meisten werden noch mit goldenem Handschlag verabschiedet.
    Aber man weiss ja, wenn die Firma an die Wand gefahren wird, hilft schon der Staat.

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