Kommentare zu: Warum die Insolvenz kein Todesurteil ist

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8 Kommentare
  • 19.03.2009, 11:22 UhrAnonymer Benutzer: AJ - Ein Beruf mit Zukunft!

    ich hatte selbst schon das "Glück" mehrere Monate für einen insolvenzverwalter zu arbeiten. Meine Erfahrungen sind folgende: Der Verwalter ist primär daran interessiert selbst Geld zu verdienen. Das bedeutet, daß gerade kleine und mittlere Firmen kompromisslos abgewickelt werden. Obwohl gerade hier engangierte Mitarbeiter Konzepte auf den Tisch legen, wie das Unternehmen weiter geführt werden kann. bei großen Unternehmen kann der insolvenzverwalter Kasse machen. Außerdem steht er unter der beobachtung der Presse. So ist es nur natürlich, daß große insolvente Unternehmen, zumindest in Teilbereichen, weiter geführt werden. Außerdem ist mir aufgefallen, daß praktisch keine Kontrolle des Verwalters stattfindet. Er genießt Narrenfreiheit und die nutzt er auch. Gerade Arbeitnehmer des betroffenen Unternehmens müsen oft mit Anwälten gegen den insolvenzverwalter vorgehen, um simple Dinge wie Altersvorsorgeverträge oder Arbeitszeugnisse zu erhalten.

  • 19.03.2009, 13:50 UhrAnonymer Benutzer: Marianne Helgemoos

    So ein Quatsch, auch ich war Mitarbeiterin in einem insolventen Mittelständischen Unternehmen. Meine Erfahrungen sind zwar nicht nur positive, aber im großen und ganzen half die insolvenz und der insolvenzverwalter mit seinem Team, dass unser Unternehmen sich wieder sanieren, neustrukturieren und gestärkt an den Markt gehen konnte. Gerade alteingefahrene Strukturen, die das Unternehmen gelähmt haben, wurden aufgebrochen, Mitarbeiter, die bisher eher "unten gehalten" wurden, hatten die Möglichkeit sich zu entwickeln. ich selbst habe viele Dinge gelernt, neues Wissen mir aneignen können und bin selbst beruflich gestärkt aus der Situation herausgekommen. Natürlich stellt die insolvenz für das Unternehmen, die Mitarbeiter und das Umfeld eine große Herausforderung da und natürlich gibt es schwarze Schafe unter den insolvenzverwaltern, aber es gibt auch diejenigen, die wirklich sich für das insolvente Unternehmen einsetzen und alles versuchen, allen beteiligten die bestmögliche Chance geben zu können.

  • 19.03.2009, 16:52 UhrAnonymer Benutzer: Inge

    Horst Piepenburg ist in der Tat ein guter Verwalter mit Verhandlungsgeschick. :)

  • 25.05.2009, 18:15 UhrAnonymer Benutzer: Jochen Schmidt

    Pluta hat aber auch benq Siemens platt gemacht stat mit einer neuen Modellreihe die Konkurrenz zu schlagen. Es wird immer nur das positive berichtet, nicht die richtigen Taten der insolvenzverwalter.

    Die insolvenzverwalter machen das, wofür sie am meisten Geld bekommen - ausschlachten, statt weiter führen udn s´sanieren. Das war bei benq Siemens so, aber auch bei den Schneider Rundfunkwerken. Dort wurde zudem alles vertuscht, so dass Anleger keine Schadensersatzansprüche gegen das Land bayern geltend machen konnten. Es wurde erst verscherbelt, um das Gesicht zu wahren, dann haben die Chinesen alle entlassen. Ganz schlimm bzgl. Nicht-Weiterführung und eigene Gewinn-Maximierung sowie Mauscheleien mit de Politik scheint deswegen der Kirch/Schneider-iV zu sein, der durch Kirch wohl zum Multi-Millionär geworden sein muss.

  • 26.05.2009, 19:03 UhrAnonymer Benutzer: weinberger

    Es gibt einige recht gute insolvenzverwalter, aber die Masse ist eher mäßig. Wer beobachtet hat, was in vielen KMU-Pleite-betrieben abläuft, kommt zu einem überwiegend negativen Ergebnis. Die iV sind am eigenen Konto interessiert und sie haben viele Freiheiten und arbeiten nahezu ohne Kontrolle. Wenn nur ein Drittel stimmt, was mir glaubwürdig berichtet wurde, dann ist auch hier ein bereich gegeben, indem es übel riecht.
    ich verkenne nicht die Notwendigkeit dieser Tätigkeit, aber überall, wo meist Juristen sich wirtschaftlich betätigen, sind die "Erfolge" sehr begrenzt. Erfolge nur zum eigenen Nutz und Frommen! beweis: Die Justiz ist in keinster Weise fähig, sich in Fällen der Wirtschaftskriminalität erfolgreich zu profilieren. Es ist ein so tun als ob. Mehr nicht!

  • 18.06.2009, 13:49 UhrAnonymer Benutzer: sepp

    Die Rangfolge der insolvenzmasse beginnt mit der bezahlung des insolvenzverwalters, und das im üppigem Rahmen.
    im Falle von Kampa und des Herrn Schreiber kamen an letzter Stelle die geschädigten Kunden, d.h. die bauherrn. Vorauszahlungen einkassiert, bei Kündigungen unverschämt hohe Forderungen ... Aussser viel bla bla nichts von Herrn Schreiber.
    ich denke ein paar rohe, gemischt mit hartgekochte Eiern wären das passende für ihn.

  • 24.07.2009, 11:02 UhrAnonymer Benutzer: Hochvogel

    Mit der insolvenz schlägt die Stunde der Schreibtischtäter ! Der
    Steuerzahler und Mensch spielt keine Rolle - es wird knallhart und
    herzlos liquidiert ! Nur den größten Wirtschaftsverbrechern aller
    Zeiten passiert nichts ( den bänkstern ). Wir sind eine verkommene
    bananenrepublik geworden die auf den deutschen Michl und dummen August zählen kann.

  • 29.10.2009, 12:23 UhrAnonymer Benutzer: Anton

    Der Artikel ist schlecht recherchiert. bspw. stimmen die Ausführungen zur Vergütung der insolvenzverwalter nicht.

    § 2 Abs. 2 insVV:

    1) Der insolvenzverwalter erhält in der Regel

    1.
    von den ersten 25.000 Euro der insolvenzmasse 40 vom Hundert,
    2.
    von dem Mehrbetrag bis zu 50.000 Euro 25 vom Hundert,
    3.
    von dem Mehrbetrag bis zu 250.000 Euro 7 vom Hundert,
    4.
    von dem Mehrbetrag bis zu 500.000 Euro 3 vom Hundert,
    5.
    von dem Mehrbetrag bis zu 25.000.000 Euro 2 vom Hundert,
    6.
    von dem Mehrbetrag bis zu 50.000.000 Euro 1 vom Hundert,
    7.
    von dem darüber hinausgehenden betrag 0,5 vom Hundert.

    D. h. ein Verwalter erhält weder (lukrative) 40 Prozent von 250.000 € Masse, noch (nur) 0,5 Prozent von 50 Millionen. Zu diesen Regelsätzen gibt es gerade in großen Verfahren zahlreiche Zuschläge. Außerdem wird die Tätigkeit als vorläufiger insolvenzverwalter separat vergütet.

    Es ist bei betrachtung der Praxis lächerlich, dass ein Verwalter bei einer Masse von 50 Millionen € angeblich mit 500.000 € nach Hause gehen soll. Realistischerweise muss man bei einer solchen Masse von einer Gesamtvergütung von mehreren Millionen Euro ausgehen.

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