Integration Porsche / Volkswagen: Porsche-Familien erhalten weniger als 40 Prozent am VW-Porsche-Konzern

Integration Porsche / Volkswagen: Porsche-Familien erhalten weniger als 40 Prozent am VW-Porsche-Konzern

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Ein Volkswagen-Logo spiegelt sich im Lack eines Porsche

Der Autobauer ist weniger wert als angenommen. Die Familien Piëch und Porsche erhalten so höchstens 40 Prozent an VW.

Nach der Entscheidung, Porsche als zehnte Marke in den Volkswagen-Konzern zu integrieren, läuft das Feilschen zwischen dem Sportwagenbauer und VW an: Es ist zu klären, wie viel Porsche wert ist und welchen Anteil die Eigentümerfamilien Piëch und Porsche dafür an VW erhalten. Wie aus Unternehmenskreisen verlautet, sei die finanzielle Lage des Sportwagenbauers prekärer als bislang bekannt. Porsche brauche mehrere Hundert Millionen Euro zur Fortführung des laufenden Geschäfts. Die Stuttgarter seien so klamm, dass sie Schwierigkeiten hätten, ihr Leasinggeschäft aufrechtzuerhalten. Deshalb gibt es Überlegungen, dass die Volkswagen Bank das Geschäft übernehmen könnte. Dies wird von Porsche dementiert.

Mit schneller Hilfe aus Katar kann Porsche nicht rechnen. Zwar ist das Emirat bereit, die Stuttgarter mit einem Kredit von 750 Millionen Euro zu unterstützen. Ob es sich an der Kapitalerhöhung für die Holding Porsche SE beteiligen wird, ist Verhandlungskreisen zufolge aber noch völlig offen.

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In den nächsten zwei Jahren soll das operative Geschäft des Sportwagenbauers, die Porsche AG, schrittweise an VW verkauft werden. Die Porsche-Eigentümer bekommen dafür Aktien des VW-Konzerns. Durch die neuen Milliardenlöcher schrumpft jedoch ihr Aktienpaket. Zunächst war in VW-Kreisen von einem Anteil von „rund 50 Prozent“ am Konzern die Rede. Inzwischen erwarten Insider deutlich weniger. „Mehr als 40 Prozent werden es nicht“, sagt ein enger Vertrauter der Porsche-Eigentümer.

Damit steigen die Chancen für Niedersachsens Ministerpräsidenten Christian Wulff, sich durchzusetzen. Wulff geht nach Angaben aus Verhandlungskreisen von maximal 39,5 Prozent für die Familien Porsche und Piëch aus. Das Land soll dem Plan zufolge 20 Prozent halten, das Emirat Katar 19,5 Prozent. Zusammen hätten Niedersachsen und Katar ebenfalls 39,5 Prozent. Der Clou: Wulff will für sein Land eine zusätzliche Aktie und damit eine knappe Mehrheit gegenüber den Familien. Offenbar plant Wulff, mit Katar gemeinsame Sache zu machen: Er soll mit dem Emirat eine Absprache getroffen haben, wonach sich beide bei VW-Belangen kooperativ verhalten. Es handle sich um eine Art „Nichtangriffspakt“, heißt es in VW-Kreisen. Die niedersächsische Staatskanzlei lehnte einen Kommentar ab. Sollte sich Wulff mit seinem Modell durchsetzen, läge der Streubesitz bei rund 20 Prozent – und die VW-Stammaktie könnte im Dax bleiben.

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