Internet-Branche: Yahoo wehrt sich gegen Investor Icahn

Internet-Branche: Yahoo wehrt sich gegen Investor Icahn

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Yahoo wehrt sich gegen die Forderungen von Investor Icahn

Yahoo hat die Forderung des US-Milliardärs Carl Icahn nach einer Wiederaufnahme der Übernahmegespräche mit Microsoft zurückgewiesen. Begründung: Icahn gehe von falschen Voraussetzungen aus.

Yahoo weist die aggressive Kritik von Investor Carl Icahn scharf zurück, der das Unternehmen doch noch zum Verkauf an Microsoft zwingen will. Seine Vorwürfe spiegelten ein grundlegend falsches Verständnis der Fakten wider, schrieb Yahoo-Verwaltungsratschef Roy Bostock gestern abend in einem offenen Brief an den US-Milliardär.

Icahns am selben Tag angekündigter Plan zur Neubesetzung des Verwaltungsrates mit eigenen „handverlesenen Kandidaten“ sei nicht im besten Interesse der Yahoo-Aktionäre, hieß es in dem Schreiben. Yahoo sei weiter zur Prüfung eines höheren Angebots auch von Microsoft bereit. „Aber derzeit liegt keine Kaufofferte auf dem Tisch“, schrieb Bostock.

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Der Internet-Konzern Yahoo kommt nach seinem Nein zur Milliardenübernahme durch Microsoft immer mehr unter Druck. Neben dem streitbaren US-Milliardär Carl Icahn ist auch ein Hedge-Fonds Paulson & Company mit 3,6 Prozent bei Yahoo eingestiegen und unterstützt den offenen Machtkampf gegen die Konzernspitze. Der Chef des Hedge-Fonds, John Paulson, war im letzten Jahr der bestbezahlte Hedge-Fonds-Manager. Sein Gehalt lag bei 3,7 Milliarden Dollar.

Die Übernahme war vor knapp zwei Wochen im Streit um den Preis spektakulär geplatzt. Microsoft zog seine zuletzt auf 47,5 Milliarden Dollar erhöhte Offerte zurück. Bostock betonte in dem Brief, Yahoo hätte einer Übernahme für 37 Dollar je Aktie statt der von Microsoft gebotenen 33 Dollar zugestimmt. Der Hedge-Fonds Paulson & Co hat inzwischen an der Seite Icahns ebenfalls gegen die Yahoo-Spitze Stellung bezogen. Er besitzt nach einer Mitteilung an die Börsenaufsicht vom Donnerstag 50 Millionen Yahoo-Aktien und damit einen Anteil von etwa 3,6 Prozent.

Paulson kündigte Rückendeckung für Icahn bei der am 3. Juli anstehenden Wahl des Verwaltungsrates an. Icahn selbst hält 4,2 Prozent an Yahoo und will weiter aufstocken. Über das Gremium könnten die Investoren Yahoo-Chef Jerry Yang zur Annahme des Angebots drängen oder dessen Ablösung betreiben. Yahoo wiederum könnte den Kritikern als Kompromiss einige Sitze im Verwaltungsrat anbieten, um eine totale Konfrontation abzuwenden. Icahn erreichte mit seinen harten Methoden bereits bei einer Reihe von Unternehmen Fusionen und Verkäufe.

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