Internet: Cisco-Chef Chambers weiter auf Einkaufstour

Internet: Cisco-Chef Chambers weiter auf Einkaufstour

von Matthias Hohensee

John Chambers, Chef des amerikanischen Netzausrüsters Cisco, will das Unternehmen zum größten Kommunikationsdienstleister des Internets ausbauen und in mindestens 50 sogenannte benachbarte Märkte führen, die auf Datennetzen aufbauen.

„Wir sind ja bereits in 30 Märkten aktiv. Angefangen haben wir am Anfang dieser Dekade mit sechs neuen Märkten, von denen fünf bereits ein Milliardengeschäft sind. Telepresence, unsere Highend-Videokonferenzsparte, ist auf dem Weg dahin. Man kann im Internet-Geschäft nicht eins nach dem anderen machen, dieses Silodenken funktioniert nicht mehr. Ich peile 50 Märkte an. Aber es könnten auch 60 oder 70 werden“, sagt Chambers im Interview mit der WirtschaftsWoche.

Den Zeitpunkt für Zukäufe hält Chambers für gut gewählt: „Wir sind optimistisch, dass die Weltwirtschaft wieder anzieht, deshalb stellen wir auch wieder Mitarbeiter ein. Wir haben 35 Milliarden Dollar in Barreserven. Vor allem aber haben wir Cisco radikal neu organisiert. Dadurch können wir Unternehmen, die wir unbedingt haben wollen, nicht nur rascher als die Konkurrenz aufkaufen. Wir können sie vor allem zügig in Cisco integrieren.“

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Laut Chambers dauert der Kauf eines Unternehmens „in der Regel nur sieben bis zehn Tage – von der ersten Anfrage bis zum Vertragsabschluss“.

Auch komme dar Netzwerkriese mit „mehreren Übernahmen gleichzeitig klar, ohne dass der laufende Geschäftsbetrieb beeinträchtigt wird“. Chambers betont: „Das klappt allerdings nur, weil wir uns neu organisiert haben.“

Cisco setzt auf ein Modell der Räte und Ausschüsse, bei dem Manager und Ingenieure quer durch das Unternehmen neue Produktlinien und Märkte definieren. Erste Versuche mit diesem Organisationsmodell machte Cisco bereits 2001. Chambers: „2005 zog es dann richtig an und seit 2008 und 2009 steuern wir so Cisco.“

Starke Wettbewerber wie HP, IBM, Microsoft oder Google fürchtet Chambers nicht. Im Gegenteil: „Ein guter Wachstumsmarkt ist durch starke Wettbewerber geprägt. Falls die nicht vorhanden sind, stimmt etwas nicht“, so der Cisco-Chef. Entscheidend sei vielmehr die Frage, „ob die Märkte, in die wir vorstoßen wirklich so stark miteinander vernetzt sind, wie wir glauben“.

Sollte dies nicht der Fall sein, ist Chambers gewappnet: „Dann werden wir unsere Strategie rasch anpassen.“

Laut Chambers hat Cisco bei 70 Prozent der 135 Zukäufe seit 1993 „die Ziele erreicht oder sogar übertroffen“.

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