Internet-Konzern: AOL Deutschland: "Ich bin nicht mehr drin"

Internet-Konzern: AOL Deutschland: "Ich bin nicht mehr drin"

von Ulrich W. Hanke und Thomas Stölzel

Dem beispiellosen Aufstieg des ersten Internet-Konzerns der Welt folgte der Absturz. Nun zieht sich das Unternehmen aus Deutschland zurück. Der Pionier hat den Anschluss an die neue Internet-Ära verpasst.

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2,5 Milliarden Dollar ist der Internet-Pionier AOL an der Börse nur noch wert. Bei der spektakulären Fusion mit Time Warner im Jahr 2001 kam der Online-Dienst auf 150 Milliarden Dollar. Es entstand der größte Medienkonzern der Welt. Doch der Erfolg hielt nicht lange an. Ende 2009 trennten sich die Unternehmen. Nun zieht sich AOL aus Deutschland, Frankreich, Schweden, Finnland und Spanien zurück.

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53 Millionen Deutsche besitzen zu Hause einen Internet-Anschluss. Viele lockte Ex-Tennisstar Boris Becker ins Netz, der Ende der Neunzigerjahre für AOL mit dem inzwischen legendären Spruch warb: „Ich bin drin.“ Das Unternehmen verteilte Gratis-CDs, die jedem über Telefonmodem den Weg ins Internet bahnten. Heute sind solche Modems veraltet, und was AOL sonst bietet, offerieren andere Internet-Unternehmen längst besser – allen voran Google.

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90 Prozent der Isländer surfen im Netz. Die Insel ist damit weltweit Spitzenreiter. Insgesamt gehen Nordeuropäer häufiger ins Internet als Südeuropäer. So sind es in Norwegen 89 Prozent der Bürger, in Italien 42 Prozent und in Griechenland 38 Prozent. Im Schnitt kommt Europa auf 62 Prozent, während in den USA 82 Prozent der Bürger das Netz nutzen. Doch selbst in seiner Heimat ist AOL als Internet-Provider kaum noch relevant.

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